Nicht alles schlecht beim Chemnitzer Bahnanschluss: So niedrig ist die Verspätungsrate
Chemnitz - Über den Chemnitzer Bahnanschluss kann man viel schimpfen: dauernd Baustellen, Schienenersatzverkehr, kaum Fernbahnen und die Problemlinie nach Leipzig. Aber immerhin ist die Mehrzahl der Züge trotz aller Umstände halbwegs pünktlich. Zumindest im Vergleich mit dem Rest des Landes.
Wer hätte es gedacht, der Chemnitzer Bahnhof ist in der Top vier der Stationen, mit den wenigsten Verspätungen. Laut Funk, dem Content-Netzwerk von ARD und ZDF liegt die durchschnittliche Verspätung in Chemnitz bei fünf Minuten. Der Haltepunkt am Flughafen BER, Bruchsal und Wiesbaden kommen auf die gleiche Verspätungszeit.
Lediglich Singen ist um eine Minute besser und belegt damit den ersten Platz. Dazu muss man aber sagen, dass die Stadt in Baden-Württemberg der erste Haltepunkt von Zügen aus der Schweiz in Deutschland ist, was sicherlich zu dem guten Wert mit beigetragen hat.
Noch eine zweite sächsische Stadt hat es in die Top Ten geschafft, und zwar gleich mit zwei Bahnhöfen: Dresden belegt mit dem Hauptbahnhof und dem Bahnhof Neustadt mit jeweils durchschnittlich sechs Minuten Verspätung Platz Acht und Neun in der Liste.
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Koblenz ist Schlusslicht
Der Verspätung-Buhmann der Nation ist Koblenz. Die Stadt mit dem Deutschen Eck, wo noch immer das Denkmal von Kaiser Wilhelm I thront, kann durchschnittlich stolze 19 Minuten Verspätung verbuchen. Bonn und Regensburg sind ihr mit 18 Minuten aber dicht auf den Fersen.
Wie kommen die Daten zustande? Funk erklärt dazu, dass die Auswertungen von Piet Brömmel (piebro) stammen. Er lädt täglich mehrfach alle Daten der 100 größten Bahnhöfe aus der Station API und Tametabel API der Deutschen Bahn herunter.
"Daraus hat unser Format GeoGoat aus allen Verbindungen die durchschnittliche Verspätung pro Bahnhof berechnet. Bahnhöfe mit unter 1000 Verbindungen im Jahr wurden rausgefiltert", so die Macher von Funk.
Titelfoto: Sven Gleisberg