Brennpunkt an der Sachsen-Allee in Chemnitz: Stadt zieht erste Bilanz zum Alkoholverbot
Chemnitz - Seit dem 10. Juli gilt auf dem Thomas-Mann-Platz in Chemnitz ein Alkoholverbot. Es soll vor allem Kinder und Jugendliche schützen, die die angrenzende Musikschule besuchen. Jetzt zieht die Stadt eine erste positive Bilanz.
Der Stadtrat reagierte mit der Entscheidung auf eine drastische Situation: Immer wieder gab es Beschwerden über die verfestigte Trinkerszene am Platz vor der Sachsen-Allee.
Zwei Monate nach Start des Verbots resümiert die Stadt: "Nur noch vereinzelt werden Einzelpersonen oder Kleinstgruppen festgestellt, die gegen das Verbot verstoßen. Die zuvor nahezu täglich anzutreffenden größeren Gruppen sind hingegen nicht mehr zu beobachten."
Auch andere Verstöße gegen die Polizeiverordnung und die Grünanlagensatzung, wie Wildpinkeln, gingen deutlich zurück.
Auch Sachsen-Allee-Chef Stefan Knorr atmet auf: "Ich bin sehr froh, dass das Alkoholverbot auf dem Thomas-Mann-Platz durchgesetzt wird. Dadurch hat sich die Situation deutlich verbessert." Kundenbeschwerden gebe es nicht mehr.
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Kontrollen durch das Ordnungsamt mehrmals täglich
Das Alkoholverbot gilt montags bis samstags von 9 bis 21 Uhr. In dieser Zeit dürfen alkoholische Getränke weder getrunken noch zum Konsum mitgeführt werden.
Das Ordnungsamt kontrolliert den Platz mehrmals täglich, je nach Personal und Einsatzlage.
Bisher fanden 109 Streifgänge statt, bei denen 32 Verstöße festgestellt wurden. In 26 Fällen blieb es bei einer mündlichen Verwarnung, in sieben Fällen wurde ein Bußgeldverfahren eingeleitet.
Titelfoto: Bildmontage: Ralph Kunz, Kristin Schmidt
