Angst in Chemnitzer Gartensparte: Katzen in grausame Fallen gelockt?
Chemnitz - Im Chemnitzer Ortsteil Einsiedel geht die Angst um: Zwei Katzen wurden im Bereich der Gartenanlage "Waldesrauschen" innerhalb kurzer Zeit auf grausame Weise schwer verletzt - ein Tier musste eingeschläfert werden. Die Anwohner gehen davon aus, dass die Fellnasen in illegale Fallen getappt sind.
"Das hat kein Tier verdient", erzählt Anwohnerin Martina Frommhold (72). Mitte Mai wurde ihr und Nachbarin Simone Knöbel (60) eine Kameraaufnahme zugespielt, wo eine Katze stark humpelte.
Nach einiger Zeit wurde "Robert" (ca. 4 Jahre alt) aufgespürt und zum Tierarzt gebracht. Laut Veterinärin Ulrike Haase (44) konnte das Bein des Katers nicht mehr gerettet werden - eine Amputation war nötig.
Am vergangenen Freitag passierte es wieder: Kater "Fritz" (17) wurde ebenfalls lebensgefährlich am linken Hinterbein verletzt. Diesmal musste der Stubentiger aufgrund seines Alters eingeschläfert werden.
Sowohl Martina als auch Simone haben die Vermutung, die Katzen wurden durch schlagende Fallen - zum Beispiel Tellereisen - schwer verletzt.
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Grausame Falle für Verletzungen verantwortlich? Das sagt die Tierärztin
Ulrike Haase ließ von Katze "Robert" Röntgenaufnahmen machen. Dort war erkennbar, dass Knochen des Tieres zerstört waren.
Auf die Frage, ob eine Falle wie Tellereisen für die Verletzungen verantwortlich sei, erklärt Haase: "Ich würde es nicht ausschließen." Laut Forstbezirksleiter Ullrich Göthel (57) vom Revier Grüna sind schlagende Fallen verboten.
Während "Robert" mittlerweile im Tierheim lebt, hat Martina Anzeige bei der Polizei erstattet. "Es wurden Ermittlungen wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz aufgenommen", bestätigt Polizeisprecher Andrzej Rydzik (41).
Die Ermittlungen laufen gegen "Unbekannt". Katzenbesitzer Martina und Simone sind deshalb auf der Hut: "Ich habe Angst um meine Katze", sagt Simone.
Titelfoto: Sven Gleisberg

