Antifa-Unterstützung und Steuergeld-Missbrauch: Großer Zoff im Landesfrauenrat

Chemnitz/Dresden - Großer Zoff im Landesfrauenrat: Die stellvertretende Vorsitzende Alexa von Künsberg (48, CDU) erhebt schwere Vorwürfe gegen die Vorstandsspitze des Vereins: "Im Vorfeld einer Demonstration gegen Femizide in Dresden gab es Kooperationen des Landesfrauenrates mit linksradikalen Organisationen."

Alexa von Künsberg (48, CDU) kritisiert die Vereinsspitze des Landesfrauenrates.
Alexa von Künsberg (48, CDU) kritisiert die Vereinsspitze des Landesfrauenrates.  © Uwe Meinhold

Die Chemnitzerin, die 2024 als Vertreterin der Frauen Union Sachsen in den Vorstand gewählt wurde, erfuhr erst nachträglich von den Vorbereitungen des Aktionstages und welche Organisationen dort eingebunden waren.

"Ein Protokoll belegt die Zusammenarbeit mit vom Verfassungsschutz beobachteten Organisationen wie 'Undogmatische Radikale Antifa' (URA) und 'Rotes Dresden', so von Künsberg.

In diesem Zusammenhang wurden offenbar auch Fördermittel des Landes verwendet.

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"Selbstverständlich unterstützt die Frauen Union Prävention, die sich gegen Femizide richtet. Umso befremdlicher ist es, dass weder die CDU noch ich als stellvertretende Vereinsvorsitzende in die Vorbereitung oder Durchführung der Demonstration einbezogen wurde", so von Künsberg.

Jessica Bock (42) von der Fraueninitiative Bautzen ist die Vorsitzende des Landesfrauenrates Sachsen.
Jessica Bock (42) von der Fraueninitiative Bautzen ist die Vorsitzende des Landesfrauenrates Sachsen.  © Petra Hornig
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Chemnitzer CDU-Politikerin sieht Gefahr einer "linksextremistischen Unterwanderung"

Die Antifa soll in die Vorbereitung einer Demo des Landesfrauenrates eingebunden gewesen sein.
Die Antifa soll in die Vorbereitung einer Demo des Landesfrauenrates eingebunden gewesen sein.  © Peter Schulze

Die Chemnitzer CDU-Frau sieht die Gefahr einer "linksextremistischen Unterwanderung" des Landesfrauenrates und "missbräuchlicher Verwendung von Steuergeld" und will Letzteres von der Landesdirektion Sachsen prüfen lassen.

"Die Einwendungen werden aktuell geprüft", bestätigt die Behörde. Geplant sei außerdem ein Gespräch aller Beteiligter, bei dem die Vorwürfe besprochen werden sollen.

Die Vorstands-Chefin des Landesfrauenrates äußerte sich am Dienstag nicht auf eine TAG24-Anfrage.

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Update, 29. Januar, 20.42 Uhr:

Der Landesfrauenrat reagierte inzwischen mit einer Stellungnahme auf die Anschuldigungen. Darin heißt es: "Der Vorstand des Landesfrauenrates Sachsen e.V. (LFR) nimmt die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zur Kenntnis und weist diese entschieden zurück. Sie entbehren jeder Grundlage."

Erstmeldung: 27. Januar, 20.02 Uhr, zuletzt aktualisiert: 29. Januar, 20.42 Uhr

Titelfoto: Bildmontage: Peter Schulze, Uwe Meinhold

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