Chemnitz/Dresden - Großer Zoff im Landesfrauenrat: Die stellvertretende Vorsitzende Alexa von Künsberg (48, CDU) erhebt schwere Vorwürfe gegen die Vorstandsspitze des Vereins: "Im Vorfeld einer Demonstration gegen Femizide in Dresden gab es Kooperationen des Landesfrauenrates mit linksradikalen Organisationen."
Die Chemnitzerin, die 2024 als Vertreterin der Frauen Union Sachsen in den Vorstand gewählt wurde, erfuhr erst nachträglich von den Vorbereitungen des Aktionstages und welche Organisationen dort eingebunden waren.
"Ein Protokoll belegt die Zusammenarbeit mit vom Verfassungsschutz beobachteten Organisationen wie 'Undogmatische Radikale Antifa' (URA), 'Rotes Dresden' und 'Rote Rose', so von Künsberg.
In diesem Zusammenhang wurden offenbar auch Fördermittel des Landes verwendet.
"Selbstverständlich unterstützt die Frauen Union Prävention, die sich gegen Femizide richtet. Umso befremdlicher ist es, dass weder die CDU noch ich als stellvertretende Vereinsvorsitzende in die Vorbereitung oder Durchführung der Demonstration einbezogen wurde", so von Künsberg.
Während die CDU-Frauen außen vor blieben, rief die "Antifa-Ost" zur Beteiligung an der Demo des Landesfrauenrates auf, die am 25. November 2025 stattfand - am selben Tag wie Antifa-Aktionen anlässlich des Prozessauftaktes gegen die sogenannte "Hammer-Bande", in dem sich mutmaßliche Linksextremisten wegen Angriffen auf Neonazis verantworten müssen.
Chemnitzer CDU-Politikerin sieht Gefahr einer "linksextremistischen Unterwanderung"
Die Chemnitzer CDU-Frau sieht die Gefahr einer "linksextremistischen Unterwanderung" des Landesfrauenrates und "missbräuchlicher Verwendung von Steuergeld" und will Letzteres von der Landesdirektion Sachsen prüfen lassen.
"Die Einwendungen werden aktuell geprüft", bestätigt die Behörde. Geplant sei außerdem ein Gespräch aller Beteiligter, bei dem die Vorwürfe besprochen werden sollen.
Die Vorstands-Chefin des Landesfrauenrates äußerte sich am Dienstag nicht auf eine TAG24-Anfrage.