Beunruhigende Tendenz in Chemnitz: Zahl der Schulbegleiter verdoppelt
Chemnitz - Immer mehr Chemnitzer Kinder benötigen Unterstützung durchs Jugendamt. So steigt die Zahl der Schüler, die den Unterricht mit einem Begleiter besuchen, kontinuierlich. Das teilte Sozialbürgermeisterin Dagmar Ruscheinsky (66, parteilos) auf Anfrage der BSW-Fraktion mit.
Die Zahl der Eingliederungshilfen in Form von Schulbegleitungen hat sich innerhalb von fünf Jahren mehr als verdoppelt: Im Jahr 2020 stellte das Jugendamt für 62 Kinder und Jugendliche Schulbegleiter, im Jahr 2025 waren es 145.
Als Gründe für diese Entwicklung nannte die Bürgermeisterin "sowohl 'Nach-Corona-Effekte' als auch die Zunahme sozial-emotionaler Verhaltensauffälligkeiten und damit einhergehender psychischer Belastungen bei den jungen Menschen".
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Schulen sind auf diese Probleme nicht eingestellt. Ruscheinsky: "An den meisten Schulen fehlen geeignete Integrations- bzw. Inklusionsmaßnahmen, welche zunehmend durch die Jugendhilfe kompensiert werden müssen."
Titelfoto: Bildmontage: dpa/Sven Hoppe, imago/Härtelpress