Chemnitz - Kommt die Tour de France 2029 nach Chemnitz? Noch ist offen, ob das weltberühmte Radrennen durch die Stadt führt. Doch schon jetzt zeichnen sich mögliche Hindernisse ab. Das geht aus einer Anfrage der AfD-Ratsfraktion hervor. Die Fraktion wollte wissen, welche konkreten Probleme bereits bekannt sind.
Sportbürgermeisterin Dagmar Ruscheinsky (67, parteilos) verweist in ihrer Antwort auf ein Gespräch von OB Sven Schulze (54, SPD) mit den Organisatoren des Vereins "Grand Départ 2029".
"In diesem Gespräch wurde auf die Baustellen in der Stadt im Jahr 2029 hingewiesen", erklärt sie.
So sollen nach aktuellem Stand die Brückenstraße für das Chemnitzer Modell sowie weitere Zufahrtsstraßen ausgebaut werden. Zudem steht laut den Organisatoren noch keine Streckenführung fest.
Auch die Kosten sind ein Thema: Schulze verwies auf die Erfahrungen mit der Deutschen Straßenradmeisterschaft 2017, insbesondere auf Straßensperrungen und die damit verbundenen Kosten.
Grundsätzlich steht Chemnitz einer Durchfahrt offen gegenüber, sofern diese finanziell und organisatorisch tragbar ist.
"Mit Blick auf die angespannte Haushaltslage wird dies - wie in anderen Städten auch - eine Frage der politischen Prioritätensetzung sein", ergänzt die Bürgermeisterin.