Chemnitz gedenkt der Befreiung vom Nationalsozialismus

Chemnitz - Am gestrigen Mittwoch wurde in Chemnitz an die Befreiung vom Nationalsozialismus gedacht. Vor 79 Jahren kapitulierte die Wehrmacht, es war das Ende des Zweiten Weltkriegs.

Stadträtin Susanne Schaper (46, Linke) hielt eine Rede.
Stadträtin Susanne Schaper (46, Linke) hielt eine Rede.  © Haertelpress

Etwa 100 Menschen nahmen an der Gedenkveranstaltung auf dem Sowjetischen Ehrenfriedhof in Chemnitz-Reichenhain teil. Es wurden zahlreiche Kränze niedergelegt, unter anderem auch von Oberbürgermeister Sven Schulze (52, SPD).

Gedacht wurde den Soldaten und Soldatinnen der alliierten Streitkräfte, den Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern, den zivilen Opfern des Faschismus und den Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfern, die ermordet wurden.

Stadträtin Susanne Schaper (46, Linke) hielt bei der Gedenkveranstaltung eine Rede. "Demokratie und Humanismus sind auch heute keine Selbstverständlichkeit und müssen Tag für Tag verteidigt und erhalten werden", schieb die Linken-Politikerin anschließend auf Facebook.

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Ihre große Sorge: das Vergessen. Es gebe immer weniger Zeitzeugen, die aus der NS-Zeit berichten können. "Wir wollen daher unter anderem, dass der 8. Mai ein bundesweiter Gedenktag wird", führt Schaper aus.

Auch Oberbürgermeister Sven Schulze (52, SPD) legte einen Kranz ab.
Auch Oberbürgermeister Sven Schulze (52, SPD) legte einen Kranz ab.  © Haertelpress

Rund 1330 Menschen auf sowjetischen Ehrenfriedhof in Chemnitz-Reichenhain begraben

Auf dem sowjetischen Ehrenfriedhof (Richterweg) in Reichenhain, auf dem am gestrigen Mittwoch gedacht wurde, sind rund 1330 Menschen begraben - nicht nur Soldaten der Roten Armee, auch andere Sowjetbürger, die im Nationalsozialismus verschleppt wurden.

Aus der gesamten Umgebung von Chemnitz wurden Menschen auf diesem Friedhof bestattet. Aber auch aus dem Kreis Flöha wurden die sterblichen Überreste Kriegsgefangener von kleineren Friedhöfen hierher umgebettet.

Der Friedhof am Richterweg in Chemnitz-Reichenhain entstand in den Nachkriegsjahren von 1946 bis 1948. Die Gestaltung übernahmen unter anderem Künstler aus Chemnitz.

Titelfoto: Haertelpress

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