Chemnitz: Taubenschlag weg, aber Kot-Probleme weiter da

Chemnitz - Der Taubenturm, der 31 Jahre an der Fürstenstraße im Chemnitzer Yorckgebiet stand, ist seit Juni Geschichte. Was führte zu seinem Abriss?

Neben dem abmontierten Taubenturm befindet sich ein Wohnhaus.
Neben dem abmontierten Taubenturm befindet sich ein Wohnhaus.  © Uwe Meinhold

Laut Mitteilung der Stadt waren Anwohnerbeschwerden der Auslöser. Sie klagten über Taubenkot und Nistverhalten auf ihren Balkonen.

Ein weiterer Grund seien die hohen Bewirtschaftungskosten, die in keinem Verhältnis zum Nutzen gestanden hätten.

Der Taubenturm war ursprünglich errichtet worden, um genau diese Probleme zu verhindern. Nach dem Augsburger Stadttaubenkonzept sollten durch die regelmäßige Entnahme von Eiern und die Pflege des Nistplatzes der Bestand kontrolliert und eingedämmt werden.

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Zunächst wurde das kurz nach der Wende durch ABM-Maßnahmen umgesetzt, später übernahm der Tierschutzverein Chemnitz eine Zeit lang auf Bitten der Stadt diese Aufgabe.

Das Taubenhaus stand 31 Jahre an der Fürstenstraße.
Das Taubenhaus stand 31 Jahre an der Fürstenstraße.  © Bürgerplattform MitteOst
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Eine Taube sitzt auf der Fläche, wo einst der Taubenschlag stand.
Eine Taube sitzt auf der Fläche, wo einst der Taubenschlag stand.  © Bürgerplattform MitteOst

"Mit dem Abriss des Taubenhauses wird sich die Situation verschärfen, da die Tauben nun vermehrt in der Umgebung Nistplätze suchen werden", warnt Anne Schilling (37) vom Tierschutzverein.

Titelfoto: Bürgerplattform MitteOst

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