Chemnitzer mit Herz: Viele Spenden vorm Fest

Chemnitz - Hilfe für Kinder in Chemnitz gab es am Kaß- und Sonnenberg. Spender unterstützten den Don Bosco Kinder- und Jugendclub in der Ludwig-Kirsch-Straße und die SFZ-Wohngruppe Borssendorfstraße.

Jacqueline Drechsler (46), Hans-Rudolf Merkel (70) und Simone Kalew (60) überreichten Geschenke im SFZ unter anderem an Dean (13) und Sophie (17).
Jacqueline Drechsler (46), Hans-Rudolf Merkel (70) und Simone Kalew (60) überreichten Geschenke im SFZ unter anderem an Dean (13) und Sophie (17).  © Kristin Schmidt

Das SFZ-Förderzentrum aus Chemnitz mit Cowerk beschäftigt rund 1000 Mitarbeiter in Sachsen, Berlin, Brandenburg. Zum Konzept gehört eine Wohngruppe mit 18 Plätzen auf dem Kaßberg.

Dort rückte am Mittwochnachmittag die städtische Stiftung "Johanneum" an - mit den Vorsitzenden Hans-Rudolf Merkel (70), Jacqueline Drechsler (46) und Kuratoriums-Chefin Simone Kalew (60).

Sie überreichten den Jugendlichen 18 Pakete. Weitere Pakete gingen an "Balance" in der Voigtstraße und "Leuchtturm" in der Sonnenstaße. "Ein Riesendankeschön", sagte Tino Landmann vom SFZ.

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Don Bosco ist ein katholischer Orden mit dem Ziel, junge Menschen zu betreuen. 1991 kam Don Bosco nach Chemnitz. Heute arbeiten 30 Mitarbeiter in der Ludwig-Kirsch-Straße für 50 tägliche Besucher.

Kenan Ordunez (30) und Paul Hnat (32) schnippelten Kartoffeln und Orangen in der Küche des Jugendclubs Don Bosco.
Kenan Ordunez (30) und Paul Hnat (32) schnippelten Kartoffeln und Orangen in der Küche des Jugendclubs Don Bosco.  © Ralph Kunz

Großzügige Spende: Für über 4000 Euro wird Obst und Gemüse gekauft

Spende an Doc Bosco (v.l.n.r.): Alexander Dierks (35), Stephan Geupel (62), Sebastian Schmidt (52) und Dana Hubert (47).
Spende an Doc Bosco (v.l.n.r.): Alexander Dierks (35), Stephan Geupel (62), Sebastian Schmidt (52) und Dana Hubert (47).  © Ralph Kunz

Ein Element ist der Obst- und Gemüsetag am Mittwoch. "Die Finanzierung ist weggebrochen", sagt die Pädagogische Leiterin Dana Hubert (47).

CDU-Generalsekretär Alexander Dierks (35) wusste Rat und holte Stephan Geupel (62), Vorsitzender der Adlatus-Stiftung, ins Boot. Seine Spende über 4000 Euro finanziert Obst und Gemüse für 2023. Don-Bosco-Gesamtleiter Sebastian Schmidt (52) zeigte sich "sehr dankbar".

Unterdessen helfen Helfer anderen Helfern. Die Chemnitzer Tafel unterstützt den Mutter-Theresa-Orden "Missionarinnen der Nächstenliebe" in der Gießerstraße. Gelieferte Lebensmittel verkochen die Schwestern und verteilen sie Sonnabend bis Mittwoch an täglich 180 Bedürftige.

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Den Orden gibt es in Chemnitz seit 1983, die Zusammenarbeit mit der Tafel begann 1997.

Rund 180 bedürftige Menschen holen sich Nahrungsmittel bei den "Missionarinnen der Nächstenliebe".
Rund 180 bedürftige Menschen holen sich Nahrungsmittel bei den "Missionarinnen der Nächstenliebe".  © Bernd Rippert

Mit dem Kuschel-Rollpferd ins Behandlungszimmer

Der Weihnachtsmann brachte die Spenden der Dachdecker Jens Hofmann (38, l.) und Mario Anders (34, M.) ins Klinikum.
Der Weihnachtsmann brachte die Spenden der Dachdecker Jens Hofmann (38, l.) und Mario Anders (34, M.) ins Klinikum.  © Ralph Kunz

Riesenfreude vor Weihnachten auf der Kinderkrebsstation des Chemnitzer Klinikums: Die beiden Dachdecker Jens Hofmann (38, Chemnitz) und Mario Anders (34, Hohenstein-Ernstthal) kamen gestern mit einem ganzen Sack voller Geschenke.

Die Kinder kamen aus dem Staunen nicht heraus. Es gab ein Kuschel-Rollpferd, das Kindern die Angst vor Untersuchungen nehmen soll, dazu eine medizinische Puppe zum Erklären von Krankheiten und Behandlungen.

Ferner hatten die Handwerker Gesellschaftsspiele für die Onkologie- und Hämatologiestation und jeweils ein kleines Geschenk für die aktuell sechs kleinen Patienten dabei.

Auch diese süßen Teddys eroberten die Kinderkrebsstation am Klinikum Chemnitz.
Auch diese süßen Teddys eroberten die Kinderkrebsstation am Klinikum Chemnitz.  © Ralph Kunz

Natürlich überreichte ein Weihnachtsmann die Präsente. "Es war uns eine Riesenfreude, die Freude der Kinder mitzuerleben", sagen die beiden Handwerker, die eine gemeinsame Drohnenfirma ("Dachflug") besitzen und sich jedes Jahr gute Zwecke für eine Spende aussuchen.

Titelfoto: Kristin Schmidt

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