Chemnitzer Stadtrat beschließt Kürzungen im ÖPNV: Das kommt jetzt auf Fahrgäste zu

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Chemnitz - Jetzt wird bei Bus und Bahn der Rotstift spürbar. Der Stadtrat hat dem Chemnitzer Nahverkehr ein erstes Sparpaket verordnet. Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember wird an mehreren Stellen ausgedünnt: nachts, in den Sommerferien und auf schwächer genutzten Strecken.

Die Linie 83 nach Euba fährt bald seltener. Der Schülerverkehr soll aber weiter abgesichert bleiben.
Die Linie 83 nach Euba fährt bald seltener. Der Schülerverkehr soll aber weiter abgesichert bleiben.  © Sven Gleisberg

Das Kernnetz zur Hauptverkehrszeit soll bleiben, wie es ist. Doch wer zu Randzeiten unterwegs ist, muss künftig genauer auf die Uhr schauen.

Bürgermeister Thomas Kütter (50, parteilos) formulierte es nüchtern und hart: Eine "Reduzierung des Linien- und Fahrplanangebotes" sei "unvermeidlich".

Was ändert sich? Der deutlich dünnere Nachtfahrplan beginnt dann schon eine Stunde früher: 22.45 Uhr.

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Samstags bleibt der nächtliche Sparmodus bis 5.45 Uhr, an Sonn- und Feiertagen sogar bis 7.45 Uhr. Entstehende Lücken sollen teilweise mit Anruf-Linien-Taxis ("ALiTas"), geschlossen werden.

Außerdem: In Euba wird die Linie 83 nur noch stündlich fahren (bisher halbstündlich). Die Linie 73 wird ganz eingedampft.

Ab Dezember 2026 schaltet die CVAG früher in den dünneren Nachtfahrplan.
Ab Dezember 2026 schaltet die CVAG früher in den dünneren Nachtfahrplan.  © DPA
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CVAG-Vorstand erleichtert über Beschluss

CVAG-Vorstand Jens Maiwald (60) verteidigt das beschlossene Sparpaket: Die Einschnitte seien spürbar, sollen aber möglichst wenige Fahrgäste treffen.
CVAG-Vorstand Jens Maiwald (60) verteidigt das beschlossene Sparpaket: Die Einschnitte seien spürbar, sollen aber möglichst wenige Fahrgäste treffen.  © Maik Börner

CDU-Stadtrat Detlef Wuttke (65) hält den Sparkurs für bitter, aber nötig. Für ihn sind weniger Fahrten in den Randzeiten "einfache und dennoch effektive Maßnahmen".

Wichtig sei aber, dass Schichtarbeiter nicht unter die Räder kommen: Die Auswirkungen müssten geprüft werden, "um gegebenenfalls nachsteuern zu können".

Unterm Strich soll die CVAG damit zunächst rund 2,7 Millionen Euro im Jahr sparen. Nach Wegfall der Linie 73 kommen weitere rund 164.000 Euro dazu.

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CVAG-Vorstand Jens Maiwald (60) reagiert erleichtert auf den Beschluss. "Die vorliegende Beschlussfassung bringt Planungssicherheit – vor allem hinsichtlich des Leistungsumfangs und der Personalplanung", sagt er.

Ihm sei klar, dass es für betroffene Fahrgäste Einschränkungen gebe. Aber: "Über 98 Prozent unserer Fahrgäste sind von diesen Maßnahmen nicht betroffen."

Titelfoto: Bildmontage: Sven Gleisberg, Maik Börner

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