Coronavirus in Chemnitz: Inzidenz über 250

Chemnitz - Corona in Chemnitz: In der Stadt gab es seit Beginn der Krise 37.844 Corona-Fälle, die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt bei 259,4 (Stand: 28. Januar, alle Daten vom RKI).

In der Gastronomie in Sachsen gilt jetzt 2G-Plus.
In der Gastronomie in Sachsen gilt jetzt 2G-Plus.  © Stefan Sauer/dpa

Sachsen entschärft ab 14. Januar seine Corona-Regeln. Die neue Verordnung gilt dann bis zum 6. Februar 2022.

Neuerungen: Kultureinrichtungen dürfen unter Auflagen öffnen. Clubs, Bars und Diskotheken sollen geschlossen bleiben.

Bei Versammlungen sind mehr Teilnehmer erlaubt als bisher. Künftig sind unabhängig von der Inzidenz oder Überlastungsstufe 200 Teilnehmer gestattet. Werden die Schwellenwerte unterschritten, können bis zu 1000 Menschen an einer Versammlung teilnehmen.

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Chemnitz Lokal Omikron-Welle rollt in Chemnitz an: OB Schulze warnt vor Engpässen in der Pflege

Körpernahe Dienstleistungen wie Kosmetiksalons können von Genesenen und Geimpften (2G) wieder in Anspruch genommen werden. Gleiches gilt für Museen und Ausstellungen.

Friseure dürfen unter der 3G-Regel öffnen.

Für Gaststätten (Außengastronomie mit 2G), Theater, Opernhäuser oder Kinos gilt die 2G-plus-Regel. Hier ist also zusätzlich ein tagesaktueller Corona-Test erforderlich. Der Test entfällt, wenn man eine Booster-Impfung nachweisen kann oder die zweite Impfung noch relativ frisch ist. Gleiches gilt für junge Menschen im Alter bis 18.

Die Schutzverordnung enthält eine Rückfalloption. Wenn die Überlastungsstufe in den Krankenhäusern erreicht ist oder die Inzidenz an drei Tagen in Folge in den Landkreisen und Kreisfreien Städten auf über 1500 steigt, werden die Erleichterungen aufgehoben. Außerdem sollen dann auch die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte wieder in Kraft treten.

Wir halten Euch hier im Ticker zur aktuellen Lage in Chemnitz und Sachsen auf dem Laufenden.

Alle Infos zur Lage in ganz Deutschland im +++ Coronavirus-Liveticker +++

Update, 28. Januar, 9.47 Uhr: Erlass für berufsbezogene Impfpflicht in Sachsen bis Mitte Februar geplant

Der sächsische Erlass zur Umsetzung der Corona-Impfpflicht für Pflegekräfte und medizinisches Personal soll möglichst bis Mitte Februar vorliegen.

Ziel sei die zweite Februarwoche, teilte das Gesundheitsministerium am Freitag mit. Zurzeit laufen den Angaben zufolge noch Beratungen zwischen Bund und Ländern, um eine bundesweit möglichst einheitliche Umsetzung sicherzustellen.

Der Bundestag hatte im Dezember eine einrichtungsbezogene Impfpflicht beschlossen, die für Personal etwa in Krankenhäusern und Pflegeheimen gilt. Die Länder müssen das Gesetz nun durch Erlasse regeln.

Gesundheitsministerin Petra Köpping (63, SPD) betonte, dass Sachsen dafür mit allen Betroffenen reden wolle, um sich über vertretbare Umsetzungsregelungen zu verständigen. "Wir werden natürlich auch die Landkreise und Kreisfreien Städte einbinden und den geplanten Erlass in der kommenden Woche mit den Landräten, den Oberbürgermeistern und den Gesundheitsämtern abstimmen", sagte sie. Genauso spreche die Landesregierung mit Verbänden und betroffenen Einrichtungen.

Update, 28. Januar, 9.26 Uhr: Corona-Inzidenz in Sachsen nun wieder über 500

Die Corona-Inzidenz in Sachsen steigt weiter stark an und liegt erstmals seit Weihnachten wieder über 500. Am Freitag meldete das Robert Koch-Institut (RKI) 546,4 wöchentliche Neuinfektionen je 100.000 Einwohner.

Am Vortag hatte der Wert noch bei 497,0 gelegen, am Mittwoch bei 428,2. Nur Thüringen (402,2) verzeichnet derzeit niedrigere Corona-Zahlen als der Freistaat. Bundesweit kletterte die Inzidenz auf 1073,0 nach 1017,4 am Vortag.

Über der Marke von 800 lagen in Sachsen am Freitag die Städte Leipzig (887,4) und Dresden (852,7). Die niedrigste Inzidenz wurde mit 240,4 im Erzgebirgskreis verzeichnet. Damit ist der Kreis auch bundesweit die Region mit den drittniedrigsten Infektionszahlen.

Die Gesundheitsämter in Sachsen meldeten dem RKI binnen eines Tages 4992 Corona-Neuinfektionen und 28 weitere Todesfälle. Damit wurden seit Pandemiebeginn 714.930 Corona-Infektionen gezählt und 14.031 Menschen sind im Zusammenhang mit dem Virus gestorben.

Update, 28. Januar, 6.40 Uhr: Vom Schmuddel-Kind zum Bundes-Primus: Wie kam das Erzgebirge zur niedrigsten Inzidenz?

Vom Hotspot zur Omikron-Wüste: Noch vor einigen Wochen machte der Erzgebirgskreis mit der höchsten Inzidenz bundesweit Schlagzeilen.

Mit den geringsten Neuinfektionen rangiert die Region zwischen Neukirchen und Oberwiesenthal aber aktuell ganz hinten in der Liste. Wie bitte geht das?

Alles dazu lest Ihr hier: Vom Schmuddel-Kind zum Bundes-Primus: Wie kam das Erzgebirge zur niedrigsten Inzidenz?

Das Erzgebirge zwischen Burkhardtsdorf (Foto) und Oberwiesenthal machte lange als Land der Impfverweigerer und Maskenmuffel von sich reden. Jetzt sind die Inzidenzen ganz weit unten.
Das Erzgebirge zwischen Burkhardtsdorf (Foto) und Oberwiesenthal machte lange als Land der Impfverweigerer und Maskenmuffel von sich reden. Jetzt sind die Inzidenzen ganz weit unten.  © Erzgebirgsnews/André März

Update, 28. Januar, 6.05 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Das Robert-Koch-Institut meldet am Freitag für Chemnitz 143 neue Corona-Fälle.

Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt 259,4 (Vortag: 255,3).

Es wurden keine weiteren Todesfälle im Zusammenhang mit Corona erfasst. Insgesamt starben in Chemnitz 775 Personen an oder mit dem Virus.

Update, 27. Januar, 9.42 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz in Sachsen steigt weiter

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist in Sachsen weiter gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der gemeldeten wöchentlichen Neuinfektionen je 100.000 Einwohner am Donnerstag mit 497,0 an.

Am Vortag hatte der Wert bei 428,2 gelegen nach 377,3 am Dienstag. Am Tag davor war die Inzidenz zum ersten Mal seit Dezember wieder über 400 gestiegen. Bundesweit erreichte die Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstag mit 1017,4 einen neuen Höchstwert.

Innerhalb des Freistaats verzeichnete das RKI die höchsten Werte für die Städte Leipzig (820,4) und Dresden (757,6). Die niedrigste Inzidenz wurde im Erzgebirgskreis (217,5) registriert.

Innerhalb von 24 Stunden wurden von den Gesundheitsämtern 5881 Neuinfektionen im Freistaat gemeldet. 16 weitere Todesfälle kamen hinzu. Damit sind in Sachsen seit Beginn der Pandemie 14.003 Menschen nachweislich an oder mit

Update, 27. Januar, 6.05 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Das Robert-Koch-Institut meldet am Donnerstag für Chemnitz 222 neue Corona-Fälle.

Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt 255,3 (Vortag: 205,0).

Es wurden keine weiteren Todesfälle im Zusammenhang mit Corona erfasst. Insgesamt starben in Chemnitz 775 Personen an oder mit dem Virus.

Update, 26. Januar, 15.24 Uhr: Zusätzliche Millionenhilfen für Kultur und Tests in Sachsen

Für die Bewältigung der Corona-Pandemie hat der Haushalts- und Finanzausschuss des Sächsischen Landtages weitere Mittel freigegeben.

Damit soll sichergestellt werden, dass Impfen, Krankenhäuser und sichere Schulen ausreichend finanziell untersetzt bleiben, wie Franziska Schubert, Vorsitzende und finanzpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, am Mittwoch mitteilte. Demnach wurde die Richtlinie "Härtefälle Kultur" verlängert und es wurden dafür nochmals 30 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Zusätzlich wurden weitere 20 Millionen Euro für ausreichend Tests an den sächsischen Schulen bis nach Ostern bereitgestellt.

Update, 26. Januar, 8.26 Uhr: Corona-Inzidenz in Sachsen steigt sprunghaft an

Die Corona-Inzidenz in Sachsen ist nach einem kurzen Rückgang wieder deutlich gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der gemeldeten wöchentlichen Neuinfektionen je 100.000 Einwohner am Mittwoch mit 428,2 an. Am Dienstag lag der Wert bei 377,3. Am Tag davor war die Inzidenz zum ersten Mal seit Dezember wieder über 400 gestiegen.

Trotz des deutlichen Anstiegs hat Sachsen bundesweit die zweitniedrigste Inzidenz nach dem Nachbarland Thüringen (337,3). Corona-Hotspot ist zurzeit Berlin mit einer Inzidenz von 1795,5. Innerhalb des Freistaats verzeichnete das RKI die höchsten Werte für die Städte Leipzig (689,5) und Dresden (682,5). Die niedrigste Inzidenz wurde im Erzgebirgskreis (188,6) registriert.

Insgesamt wurden laut RKI-Angaben 5689 Neuinfektionen im Freistaat gemeldet. Acht weitere Todesfälle kamen hinzu. Damit sind in Sachsen seit Beginn der Pandemie 13.987 Menschen nachweislich an oder mit Corona verstorben.

Update, 26. Januar, 7.32 Uhr: Sachsen lockert, doch Köpping warnt: "Wir müssen vorsichtig bleiben"

Genau wie der Bund will es Sachsen mit der nächsten Corona-Notverordnung bei den bisherigen Regeln belassen.

Aber ein paar Stellschrauben lockert Gesundheitsministerin Petra Köpping (63, SPD) dann doch. Bei Hochzeiten und Beerdigungen zum Beispiel.

Mehr Infos unter: "Neue Corona-Regeln sind fast die alten: "Wir müssen vorsichtig bleiben".

Die Staatsregierung um Gesundheitsministerin Petra Köpping (63, SPD) ist wegen der Omikron-Welle weiter auf der Hut.
Die Staatsregierung um Gesundheitsministerin Petra Köpping (63, SPD) ist wegen der Omikron-Welle weiter auf der Hut.  © Steffen Füssel

Update, 26. Januar, 7.13 Uhr: Adipositas-Patienten nehmen unter Pandemie-Bedingungen oft zu

In Sachsen haben während der Corona-Pandemie zahlreiche Adipositas-Patienten zugenommen.

Im Schnitt seien es etwa fünf Kilogramm gewesen, wie es auf Nachfrage von den Kliniken Dresden und Chemnitz hieß und wie die Uniklinik Leipzig jüngst mitteilte. Als Ursachen sehen die Mediziner vor allem die Einschränkungen durch die Corona-Schutzmaßnahmen.

"Viele unserer Patienten geben die mangelnden Bewegungsmöglichkeiten aufgrund geschlossener Fitnessstudios oder Schwimmhallen an", sagte Jana Hoyer, leitende Psychologin des Adipositas-Zentrums des Klinikums Dresden. Zudem sei es bei einigen Patienten zu einer Doppelbelastung durch Homeoffice und Homeschooling gekommen.

"So blieb wenig Spielraum, sich intensiv mit Ernährung und Bewegung auseinanderzusetzen und gesündere Gewohnheiten zu etablieren." Uwe Lindner, Klinikleiter für Endokrinologie und Diabetologie in Chemnitz, berichtete von gesteigertem Essen als Kompensationsversuch für häuslichen Stress, Frustration und Depression.

Titelfoto: Kristin Schmidt, 123rf/drmicrobe

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