Diese Rolle spielt die Chemnitz bei der Namensherkunft der Stadt

Chemnitz - Auch wenn man es Chemnitz nur noch an wenigen Stellen ansieht, ist es eine Stadt mit einer langen Geschichte. Das gilt auch für den Stadtnamen. Doch woher kommt der überhaupt?

Hier hat alles angefangen: Das ehemalige Benediktinerkloster auf dem heutigen Schlossberg ist der Ursprung von Chemnitz.  © Uwe Meinhold

Wenn man mehr über die Namensherkunft von Chemnitz erfahren will, muss man tief in die Geschichtsbücher schauen. Im Mittelalter lebten im Osten Deutschlands überwiegend slawische Bevölkerungsgruppen.

Ab dem 8. Jahrhundert entstand dabei zwischen Saale und Elbe ein Übergangsraum von Franken zu Slawen, wobei sich in Sachsen vor allem die slawische Vergangenheit durchsetzte. Wie das Bundesamt für Kartographie und Geodäsie schreibt, weisen noch heute Ortsnamen, die auf -itz, -tzsch oder -itsch enden, auf diese Vergangenheit hin. Wie zum Beispiel Rochlitz, Schkeuditz, Delitzsch oder eben auch Chemnitz.

Die Endung -itz stammt dabei aus dem westslawischen Sprachraum und kommt im Sorbischen und Polabischen (einer ausgestorbenen westslawischen Sprache) vor. Die Bedeutung dieser Wortendung ist: "die Leute/Siedlung des ...". Andere Namensbestandteile beziehen sich dann oft auf Landschaftsmerkmale.

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Bei Chemnitz kommt der Wortstamm vom altsorbischen Kamén, was so viel wie Stein oder steiniger Bach bedeutet.

Auch vonseiten der Stadt heißt es dazu: "Der Chemnitzfluss, der für die Stadt namensgebend wurde und Steinbach bedeutet, entsteht an der südlichen Stadtgrenze durch den Zusammenfluss der Quellflüsse Würschnitz und Zwönitz."

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Erste urkundliche Erwähnung im 12. Jahrhundert

Die Chemnitz ist Namensgeber für die Stadt. Der Name kommt aus dem westslawischen Sprachraum und bedeutet Steinbach.  © Kristin Schmidt

In der ersten urkundlichen Erwähnung von Chemnitz 1143 ist ebenfalls vom "Steinbach" die Rede, denn damals wurde die Stadt noch Kameniz (von sorbisch kamjenica) geschrieben.

Die Ursprünge von Chemnitz begannen einige Jahre vor der Erwähnung, um 1136, als das Benediktinerkloster auf dem heutigen Schlossberg begründet wurde. Die Schlosskirche und das Schlossbergmuseum sind die letzten erhaltenen Teile davon.

Sieben Jahre später findet das Kloster aufgrund der Verleihung des Marktrechts die urkundliche Erwähnung.

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Das Dokument ist aber nicht das Gründungsdokument der Stadt, diese fand später statt.

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