Erneuter Einsatz im Ebersdorfer Wald in Chemnitz: Was ist hier los?
Chemnitz - Wieder ein Gift-Fund im Ebersdorfer Wald in Chemnitz? Am Samstag gab es dort einen erneuten Einsatz von Polizei und Feuerwehr.
Gegen 16 Uhr wurden die Einsatzkräfte zum Ebersdorfer Wald in die Nähe der Bertha-von-Suttner-Straße alarmiert.
Dort wurden in einem Erdloch "ältere Gegenstände gefunden", so ein Polizeisprecher gegenüber TAG24. Die Polizei übergab nach einer ersten Prüfung die Sache an den Stadtordnungsdienst.
Wie die Stadt am Sonntag auf Anfrage mitteilte, handelte es sich bei dem Fund um mehrere unbekannte Glasgefäße.
"Die meisten davon waren nach näherer Begutachtung ohne Inhalt und stammen vermutlich aus dem medizinischen Bereich. Zwei Behälter enthielten eine unbekannte feste Substanz und ein Behälter enthielt eine farblose Flüssigkeit", heißt es weiter aus dem Rathaus.
Die Funde wurden zur weiteren Begutachtung in ein Zwischenlager gebracht. Gegen 19.45 Uhr konnte der Einsatz beendet werden. Nach Angaben der Stadt besteht kein Zusammenhang zu den bisherigen Funden im Ebersdorfer Wald im Mai dieses Jahres.
Ampullen-Funde auf Gelände der alten Russen-Kaserne
Auf dem Gelände der alten Russen-Kaserne in der Nähe der Irmtraud-Morgner-Straße in Chemnitz wurden in diesem Jahr bereits mehrere mysteriöse Ampullen entdeckt.
Im August hieß es seitens der Stadt, dass es nach Untersuchungen keine Hinweise darauf gab, dass es sich um Kampfstoffe handelte.
Die gefundenen Ampullen gehörten offenbar zu Übungs- und Testmaterial der damals stationierten Soldaten. Bis zum Abzug der Roten Armee im Jahr 1992 war das Gelände militärisches Sperrgebiet.
Erstmeldung: 13. September, 11.02 Uhr, zuletzt aktualisiert: 14 Uhr
Titelfoto: Harry Härtel

