Drei Dates, eine Lehrstelle? Bewerbungsgespräche auf Schienen
Chemnitz - Rund 50 Schüler haben am Montag beim ersten "SpeedConnect" der IHK und der Agentur für Arbeit 19 Chemnitzer Unternehmen kennengelernt. Während einer 20-minütigen Fahrt mit der Parkeisenbahn konnten die Jugendlichen mit einem Unternehmen ins Gespräch kommen, danach wurde gewechselt. Bis zu drei Betriebe konnten sie so kennenlernen.
Auch Vincent Schütze (18) kam vorbei. Bei der BUG Verkehrsbau SE informierte er sich über freie Ausbildungsplätze. Das Chemnitzer Unternehmen baut bundesweit unter anderem Bahnhöfe, Bahnsteige und Brücken. Noch für dieses Jahr sind Plätze im Hochbau sowie Spezialtiefbau frei.
Vincent will seine Chance nutzen und hofft, zum 1. September starten zu können. "Eigentlich wollte ich eine Ausbildung zum Tischler machen, aber da war nichts mehr frei." Umso mehr freut er sich: "Das war schön. Damit habe ich nicht gerechnet."
Bei der Auswahl zählen für die Unternehmen nicht nur Schulnoten. "Das Praktische ist für uns mehr entscheidend als die Schule", sagt Jana Henkelmann (57) von der BUG. Wichtig seien Interesse, Aufmerksamkeit und der Wille zu arbeiten.
Die Idee stammt von den "Speed-Datings" der IHK in Dresden. "Viele sind nach der Schule unschlüssig", sagt IHK-Geschäftsführerin im Bereich Bildung Gabriele Hecker (62).
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Mit dem "SpeedConnect" sollen Jugendliche während der Fahrt mit der Parkeisenbahn deshalb unkompliziert mit Ausbildungsbetrieben ins Gespräch kommen.
Titelfoto: Kristin Schmidt
