Einsturzgefahr! Schwimmhalle in Chemnitz-Bernsdorf wird abgerissen

Chemnitz - Im Bernsdorfer Hallenbad in Chemnitz hat es sich ausgeplanscht. Die Stadt hat den Abriss der seit Mitte 2017 geschlossenen Schwimmhalle beschlossen. Die Abrissbagger sollen noch in diesem Dezember anrücken.

Muss den Abriss organisieren: Baubürgermeister Michael Stötzer (50, Grüne).
Muss den Abriss organisieren: Baubürgermeister Michael Stötzer (50, Grüne).  © Maik Börner

1969 eröffnet, lernten Generationen von Chemnitzern in der Bernsdorfer Straße das Schwimmen, trafen sich zu Sport oder Erholung. Doch nach mehreren Sanierungen war vor gut fünf Jahren Schluss mit dem Wasserspaß.

Lange diskutierten Fachleute eine neue Nutzung, zum Beispiel als Indoor-Fußballhalle.

Doch die Bausubstanz sei so marode und einsturzgefährdet, dass die Stadt keinen mehr in die Halle lässt. Bei einer Beteiligungsrunde hatten auch Bürger dem Abriss vor einem Jahr zugestimmt. Die Aktion soll rund 250.000 Euro kosten und wird zu 90 Prozent gefördert.

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Nach dem Abriss wird die Stadt Rasen säen. Danach können Verwaltung, Bürger, Vermieter, Kirche, Jugendeinrichtung und Studentenwerk über ein neues Konzept für die gut 3000 Quadratmeter große Fläche beraten.

Im Gespräch sind ein Bernsdorfer Marktplatz für Veranstaltungen und zur Erholung sowie ein Ärztehaus. Weitere Vorschläge drehen sich um Studentenwohnungen, einen Jugendclub oder Gastronomie.

1969 eröffnet, ist das Schwimmbecken seit 2017 schon ohne Wasser.
1969 eröffnet, ist das Schwimmbecken seit 2017 schon ohne Wasser.  © Maik Börner
Die baufällige Schwimmhalle Bernsdorf wird in den kommenden Wochen abgerissen.
Die baufällige Schwimmhalle Bernsdorf wird in den kommenden Wochen abgerissen.  © Maik Börner

Eine neue Schwimmhalle mit 25-Meter-Bahn wird bis 2023 am Freibad Bernsdorf gebaut.

Titelfoto: Maik Börner

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