Erst eine Einstellung dieses Jahr: Chemnitzer Ordnungsamt findet keine Politessen mehr

Chemnitz - Anhaltende Personalsorgen beim Stadtordnungsdienst (SOD) in Chemnitz! Bürgermeister Miko Runkel (60, parteilos) beklagt fehlende Bewerber für die Posten der Vollzugsbediensteten. 2019 wurde durch den Stadtrat die Aufstockung der sogenannten Politessen beschlossen.

Das Ordnungsamt sucht dringend neue Mitarbeiter für Streifengänge.
Das Ordnungsamt sucht dringend neue Mitarbeiter für Streifengänge.  © Kristin Schmidt

In diesem Jahr konnte gerade mal ein Bewerber eingestellt werden. 2019 waren es immerhin vier. Acht Stellen sind unbesetzt. Gewünscht sind bis zu 35 Posten.

Woran liegt's? "Die Aufgaben des SOD sind an vielen Stellen, sowohl körperlich als auch in den Arbeitszeiten, herausfordernd und erfordern – das ist unabdingbar – solide persönliche Voraussetzungen", erklärt eine Stadtsprecherin die Anforderungen.

Die Rahmenbedingungen seien in puncto Ausrüstung, Vergütung und Sicherheit der "Ordnungshüter" jedoch sehr gut. Wegen fehlenden Personals mangelt es mitunter an Präsenz im Außendienst und es komme zu verlängerten Bearbeitungszeiten.

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Dennoch habe man die Lage in der Innenstadt im Griff, versichert Miko Runkel: "Die Grünanlage am Wall und den Bereich am Johannisplatz stuft der SOD als beruhigt ein."

Ordnungsbürgermeister Miko Runkel (60, parteilos) dürfte mehr Leute einstellen. Es mangelt jedoch nach wie vor an Bewerbern.
Ordnungsbürgermeister Miko Runkel (60, parteilos) dürfte mehr Leute einstellen. Es mangelt jedoch nach wie vor an Bewerbern.  © Maik Börner
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Am Rosenhof habe man die "Trinker-Klientel" verdrängen können. Tietz, "Nischel" und "Zenti" würden verstärkt bestreift. Zwischen Mai und August gab es 4456 Streifen, davon 1243 in der Innenstadt. Es wurden 104 Verfahren wegen Corona-Verstößen eingeleitet.

Titelfoto: Kristin Schmidt

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