Großprojekt in Chemnitz: Das wird aus der alten Textilfabrik

Chemnitz - Neue Pläne für die Alte Kappler Fabrik in Chemnitz.

Im Hof der alten Maschinenbaufabrik Kappel wurde schon Platz für den künftigen Ausbau gemacht.
Im Hof der alten Maschinenbaufabrik Kappel wurde schon Platz für den künftigen Ausbau gemacht.  © Uwe Meinhold

Welches Potenzial in den Monumenten der Chemnitzer Industriekultur steckt und was daraus werden kann, schaute sich am Montag Bundesbauministerin Klara Geywitz (47, SPD) in Chemnitz an: Während die Verwandlung der Schönherrfabrik zu einem florierenden Wirtschaftsstandort mit Charme bereits gelungen ist, steht die 150 Jahre alte Maschinenbaufabrik Kappel gerade in den Startlöchern.

Der markante Klinkerbau in der Zwickauer Straße soll zu einem Ort der Initialzündungen für Innovationen und Kreativität werden, dessen Angebote von Firmen aus Chemnitz, der Region und darüber hinaus über Mitgliedschaften genutzt werden können.

Auf rund 10.000 Quadratmetern entstehen Arbeitsräume zum Einmieten, Studios mit Video-, Foto- und Ton-Technik, eine Rooftop-Bar, Sportangebote, eine Event-Halle. Ebenso geplant ist ein Apartment-Haus für Nutzer auf Zeit und ein Konzept-Store, der innovative Produkte aus Chemnitz verkauft und ausstellt.

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"Wir wollen rund 1000 Memberships für die Angebote des Hauses vergeben", sagt der Chemnitzer IT-Unternehmer Frank Theeg, einer der drei Investoren. Von den 250 Arbeitsplätzen, die flexibel oder fest gebucht werden können, seien bereits zwischen 20 und 30 Prozent vergeben. "Das Interesse ist groß."

IT-Unternehmer Frank Theeg ist einer von drei Investoren für das Projekt "Die Fabrik".
IT-Unternehmer Frank Theeg ist einer von drei Investoren für das Projekt "Die Fabrik".  © Uwe Meinhold
Bundesbauministerin Klara Geywitz (48, SPD, M.) und der Sächsische Minister für Regionalentwicklung Thomas Schmidt (l., 62, CDU) ließen sich von Malte Ziegenhagen das kreative Konzept vorstellen.
Bundesbauministerin Klara Geywitz (48, SPD, M.) und der Sächsische Minister für Regionalentwicklung Thomas Schmidt (l., 62, CDU) ließen sich von Malte Ziegenhagen das kreative Konzept vorstellen.  © Uwe Meinhold

Bereits im Juni geht es los

Neues Leben in historischen Mauern: In den entkernten Räumen fand am Montag ein Rundgang mit Investoren und Gästen aus der Politik statt.
Neues Leben in historischen Mauern: In den entkernten Räumen fand am Montag ein Rundgang mit Investoren und Gästen aus der Politik statt.  © Uwe Meinhold

Der Zustand des alten Industriedenkmals überraschte Bundesbauministerin Klara Geywitz beim Rundgang positiv: "Das ist eine Bausubstanz, die es wert ist, erhalten zu werden."

Neben Theeg schieben die Immobilienentwickler Frank Steinert und Gerd Göbelbecker die Wiederbelebung der alten Fabrik an, die bereits entkernt wurde. In einem Jahr sollen die ersten 6000 Quadratmeter für rund 12 Millionen Euro bezugsfertig sein, bis zum Kulturhauptstadtjahr der Rest.

Die erste öffentliche Veranstaltung ist schon für Juni geplant: die Q-HUB Innovation Night mit Industrie und Robotik zum Anfassen.

Titelfoto: Uwe Meinhold

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