Immer wieder Brände, doch Chemnitz sind bei den Wanderer-Werken die Hände gebunden

Chemnitz - Immer wieder Brände und hohe Feuerwehr-Einsatzkosten in den Chemnitzer Wanderer-Werken an der Zwickauer Straße: Seit Jahren passiert auf dem Areal der Industrieruine nichts, dafür aber gibt es viele Diskussionen und harsche Kritik. Die Antwort der Verwaltung auf eine aktuelle Stadtrats-Anfrage zeigt das Ausmaß.

Thomas Kütter (50, parteilos) liefert aktuelle Fakten.  © Sven Gleisberg

Seit 2023 rückte die Feuerwehr sechsmal zu Bränden auf dem Gelände der Industriebrache aus. Die Kosten für diese Einsätze werden laut Baubürgermeister Thomas Kütter (50, parteilos) auf rund 52.000 Euro geschätzt.

Beim jüngsten Brand im vergangenen März hatten die Einsatzkräfte mit dichtem Bewuchs und fehlenden Wegen zu kämpfen. Das geht aus dem Einsatzprotokoll hervor.

Die Stadt erklärt auf Nachfrage von Linke- und Grünen-Fraktion, die erschwerte Zugänglichkeit sei zuvor nicht bekannt gewesen.

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Für Begehungen des Geländes durch die städtische Brandschutzbehörde gebe es zudem keine rechtliche Grundlage.

Die Verantwortung für das Gelände wird von der Verwaltung deutlich verlagert: Zuständig sei in erster Linie der Eigentümer. Dieser müsse auch dafür sorgen, dass Feuerwehr und Rettungskräfte jederzeit Zugang haben.

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Die Zukunft der ehemaligen Wanderer-Werke beschäftigt seit Jahren Bürger und Politik.  © Petra Hornig
Die Industriebrache ruft immer wieder die Feuerwehr auf den Plan - wie hier im Dezember 2024.  © Bernd Rippert
In den vergangenen Jahren waren oftmals Zündler auf dem Areal zugange.  © Jan Härtel/Chempic
Sechs Feuerwehreinsätze hat es seit 2023 auf dem Gelände gegeben.  © Jan Härtel/Chempic
Beim jüngsten Brand Anfang März kämpfte sich die Feuerwehr durch das dicht bewachsene Gelände.  © Jan Härtel/Chempic
Volkmar Zschocke (57, Grüne) betont, wie wichtig der Brandschutz ist.  © Kristin Schmidt

Das Areal gehört seit Jahren einer Sanierungsfirma aus Bayern. Absichten für eine Instandsetzung sind nach Angaben der Stadt nicht bekannt. Genau das sorgt in der Politik für Kritik.

Volkmar Zschocke (57, Grüne) betont: "Auch wenn es aktuell keine Pläne für die Brache, keine wirtschaftliche Verwertung und keine Einnahmen gibt, muss der Eigentümer dem Brandschutz große Priorität geben."

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