Mit Glocke und Kutsche - Friedens-Treck stoppt in Chemnitz!
Chemnitz - Ein ungewöhnlicher Anblick bot sich am Dienstag auf dem Chemnitzer Neumarkt: Mehrere Pferdegespanne zogen dort ein. Im Mittelpunkt: eine große bronzene Glocke.

Der Friedenstreck 2025 legte einen Zwischenstopp in Chemnitz ein und wurde von Ordnungsbürgermeister Knut Kunze (53, parteilos) herzlich empfangen. Es war nur ein kurzer Halt auf einer langen Reise.
"Die Idee zum Friedenstreck entstand 2009", erklärt Helmut Kautz vom Verein "Friedensglocken". "Damals zogen Pferdefreunde mit historischen Kutschen vom belgischen Brügge nach Brück in Brandenburg", so Kautz.
In diesem Jahr ist die Mission besonders: Zum 80. Jahrestag des Kriegsendes in Europa startete die Karawane am 8. Mai in Brück mit dem Ziel, am 25. Dezember in Jerusalem anzukommen.
"Gestartet sind wir mit sechs Kutschen, 20 Pferden und 30 Teilnehmern", berichtet Kautz. Dabei sei es wichtig, mit den Pferdekutschen Kontakte zu Menschen aufzubauen und einen Beitrag für ein friedliches Europa zu leisten.

Auf eine der Kutschen ist eine 70 Kilogramm schwere Friedensglocke montiert. "Sie wurde aus altem Militärschrott gegossen", so Kautz. Wenn der Treck auf der Reise Menschen treffe, werde die Glocke geläutet.
Titelfoto: Ralph Kunz