Nach Chaos auf Zugstrecke Chemnitz-Leipzig: So will die MRB die Probleme lösen

Chemnitz - Nach den chaotischen Zuständen auf der Strecke Chemnitz-Leipzig meldet sich nun die Mitteldeutsche Regiobahn (MRB) zu Wort: Das Verkehrsunternehmen räumt die Probleme ein und stellt Linderung in Aussicht.

In den vergangenen Wochen kamen immer wieder Ersatz-Züge zwischen Chemnitz und Leipzig zum Einsatz. Diese sorgten für Kritik, da deutlich weniger Passagiere hineinpassen und die Bahn dadurch völlig überfüllt war.
In den vergangenen Wochen kamen immer wieder Ersatz-Züge zwischen Chemnitz und Leipzig zum Einsatz. Diese sorgten für Kritik, da deutlich weniger Passagiere hineinpassen und die Bahn dadurch völlig überfüllt war.  © privat

Die aktuelle Situation sei "in keinem Fall zufriedenstellend und wir entschuldigen uns bei unseren Fahrgästen ausdrücklich", erklärte das Unternehmen am Dienstag auf dpa-Anfrage.

Als Gründe für häufige Verspätungen und Zugausfälle wurde auf einen sehr hohen Krankenstand verwiesen, aber auch auf Verzögerungen bei der Reparatur einer Lokomotive sowie nach Unfällen ausgefallene Triebwagen. Auch sei die Eingleisigkeit der Strecke für den Betrieb nachteilig bei Störungen.

Wegen häufiger Zugausfälle und Verspätungen wächst bei Fahrgästen der Regionalexpresslinie 6 der Frust. Laut Verkehrsverbund Mittelsachsen (VMS) fielen seit Monatsbeginn allein aus betrieblichen und personellen Gründen 28 Züge aus, hinzu kommen weitere Ausfälle aufgrund von Baustellen.

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Der Bundestagsabgeordnete Detlef Müller (59, SPD) hatte zu Wochenbeginn von "unhaltbaren Zuständen" gesprochen und der VMS prüft nach eigenen Angaben juristische Schritte.

MRB verspricht Verbesserung: Neue Technik soll angemietet und neue Lokführer ausgebildet werden

Durch das Deutschlandticket gibt es auf der Strecke rund 30 Prozent mehr Fahrgäste, so die MRB.
Durch das Deutschlandticket gibt es auf der Strecke rund 30 Prozent mehr Fahrgäste, so die MRB.  © Kristin Schmidt

Laut Mitteldeutscher Regiobahn hat sich das Passagieraufkommen auf der Linie auch durch das Deutschlandticket deutlich erhöht.

Seit der Einführung seien auf der Strecke rund 30 Prozent mehr Fahrgäste zu verzeichnen. Das führe schon beim planmäßigen Sitzplatzangebot zu einer sehr hohen Auslastung nahe der Kapazitätsgrenzen.

Entlastung will das Unternehmen nun schaffen, indem weitere Triebwagen und eine Ersatz-Lok angemietet werden. Zudem werde weiter an der Ausbildung von Lokführern gearbeitet.

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Aufgrund des starken Wettbewerbs in der Branche gebe es allerdings eine hohe Fluktuation. Allein in den letzten Wochen seien fünf Triebfahrzeugführer zur Erzgebirgsbahn gewechselt, hieß es.

Titelfoto: privat

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