Neues Zentrum für 70 Millionen Euro: Chemnitzer Klinikum bündelt seine Kardiologie

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Chemnitz - Heulende Bohrmaschinen, der scharfe Geruch frischer Farbe und zwei Kardiologen mit strahlenden Augen: Das neue Kardiologische Zentrum am Klinikum Chemnitz nimmt allmählich Form an. Zwischen Baugerüsten und Betonstaub braucht es aktuell noch etwas Vorstellungskraft, doch schon Ende des Jahres wird hier modernste Herzmedizin einziehen.

Das Klinikum Chemnitz nimmt Ende des Jahres den Neubau des Kardiologischen Zentrums am Standort Küchwald in Betrieb.
Das Klinikum Chemnitz nimmt Ende des Jahres den Neubau des Kardiologischen Zentrums am Standort Küchwald in Betrieb.  © Kristin Schmidt

In dem Neubau am Standort Küchwald werden künftig die ambulante, stationäre und notfallmedizinische Versorgung von Herzerkrankungen unter einem Dach gebündelt.

Ziel ist eine engere Verzahnung der Behandlung zum Wohle der Patienten. Alles ist so konstruiert, dass die Wege für Personal und Patienten so kurz wie möglich sind, betont Architekt Tino Avemark (42) immer wieder.

Bisher war die Kardiologie auf mehrere Standorte innerhalb des Klinikums aufgeteilt. Im neuen Zentrum sind 160 Betten (auf Normal-, Intermediate Care- und Intensivstationen) und sieben Katheterlabore vorgesehen.

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"Vorher hatten wir nur vier Labore", erklärt Chefarzt Karim Ibrahim. Zudem entsteht eine neue Chest Pain Unit (CPU, engl. für Brustschmerz-Einheit). Sie ist die zentrale Anlaufstelle für Patienten mit akuten Symptomen.

Karim Ibrahim (l.) und Utz Richter freuen sich auf ihre Arbeit im neuen Kardiologischen Zentrum.
Karim Ibrahim (l.) und Utz Richter freuen sich auf ihre Arbeit im neuen Kardiologischen Zentrum.  © Kristin Schmidt
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Eröffnung des neuen Kardiologie-Zentrums Anfang November geplant

Jetzt ist der Innenausbau in vollem Gang. Im November soll alles fertig sein.
Jetzt ist der Innenausbau in vollem Gang. Im November soll alles fertig sein.  © Kristin Schmidt

"Wir rechnen mit mehr Patienten", so Ibrahim weiter. Stationär werden jährlich etwa 7000 Patienten betreut. Mit dem Ausbau der Ressourcen und der Verkürzung der Wege sei künftig mehr möglich - auch ambulant.

"Dank neuer Technik können wir zudem komplexere Herz-Rhythmus-Störungen behandeln als früher", ergänzt der Leitende Oberarzt Utz Richter.

"70 Millionen Euro werden am Ende für den Bau zu Buche stehen", so der kaufmännische Geschäftsführer Martin Jonas. Etwa 40 Millionen davon sind vom Freistaat gefördert.

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Anfang November soll alles fertig sein. Die Nachnutzung der bisherigen Räumlichkeiten der Kardiologie sei derzeit in der Entwicklung.

Titelfoto: Bildmontage: Kristin Schmidt (2)

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