So fühlt es sich an, selbst Pilot zu sein: TAG24-Reporter dreht eine Runde um die Chemnitzer Esse

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Jahnsdorf/Erzgebirge - Nichts für schwache Nerven! Das dachte sich TAG24-Reporter Linus Tresselt, als er am Montag eine gute halbe Stunde lang eine Cessna 172 aus dem Jahr 1985 quer über Chemnitz steuerte. Möglich macht das ein besonderes Angebot des erfahrenen Piloten René Nestler (53) vom Flugplatz Chemnitz-Jahnsdorf.

Zusammen mit Pilot René Nestler (53, l.) steuerte ich eine Cessna 172.
Zusammen mit Pilot René Nestler (53, l.) steuerte ich eine Cessna 172.  © Kristin Schmidt

"Pilot für eine Stunde" heißt das Angebot, das Nestler vor rund 15 Jahren ins Leben rief. Teilnehmer können bis zu einer Stunde lang ein Flugzeug unter Anleitung eines erfahrenen Piloten mitsteuern. Und so fühlte sich das an:

Bevor es losging, erhielt ich eine Einweisung in die Technik. Dann hieß es: anschnallen, Kopfhörer auf und Gas geben. Auf der 900 Meter langen Startbahn beschleunigte die Maschine, bis sie bei rund 100 km/h abhob - für mich ein atemberaubender Moment!

Wenige Minuten später schwebten wir in 500 Metern Höhe und drehten eine Runde um die berühmte Bunte Esse von Chemnitz.

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Während des Flugs durfte ich mitsteuern und die Maschine nach oben oder unten lenken. Anfangs war ich ziemlich angespannt. Die Situation erinnerte mich an meine erste Fahrstunde.

Nach der Hälfte der Zeit ließ die Aufregung allmählich nach und ich begann, die Aussicht über Chemnitz zu genießen.

Für mich ging es eine Runde um die bunte Esse des ehemaligen Heizkraftwerks Chemnitz-Nord.
Für mich ging es eine Runde um die bunte Esse des ehemaligen Heizkraftwerks Chemnitz-Nord.  © Kristin Schmidt

So viel kostet das besondere Erlebnis

René Nestler (l.) zeigte mir, welche Route wir fliegen werden.
René Nestler (l.) zeigte mir, welche Route wir fliegen werden.  © Kristin Schmidt

Auf dem Rückweg, bei bis zu 230 km/h, flogen wir noch am Schloss Augustusburg vorbei. Dabei kämpften wir zeitweise mit Turbulenzen, denn hier ging ordentlich Wind. "Das geht aber noch", sagte Nestler gelassen.

Selbst bei Seitenwind von bis zu 25 Knoten blieb die Maschine noch gut steuerbar. Die Landung, ebenso wie den Start, übernahm wieder der Profi. "Das Landen ist anspruchsvoll. Man muss versuchen, die 70 Knoten zu halten", erklärte Nestler.

Wieder festen Boden unter den Füßen zu spüren, war eine Erleichterung. Für mich bleibt der Flug eine unvergessliche Erfahrung. Bis man so entspannt durch die Lüfte gleitet wie Nestler, braucht es etliche Flugstunden. Er fliegt seit 23 Jahren und hat bereits um die 7000 Flugstunden hinter sich.

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Titelfoto: Bildmontage: Kristin Schmidt (2)

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