Sozial- und Jugendhilfe braucht mehr Geld: Chemnitzer Rathaus erklärt Millionen-Defizit

Chemnitz - Diese Rechnung ging gründlich daneben! Fast 37 Millionen Euro muss Chemnitz für Sozial- und Jugendhilfe zusätzlich aufbringen. Jetzt erklärt das Rathaus die gewaltige Fehleinschätzung. Eine entscheidende Rolle spielte die Hoffnung auf ein Ende des Ukraine-Krieges.

Im Chemnitzer Rathaus müssen auch noch die zusätzlichen Belastungen im Sozial- und Jugendbereich geschultert werden.  © Sven Gleisberg

Bei der Haushaltsplanung 2025/2026 rechnete die Stadt mit sinkenden Bürgergeld-Zahlen. Man sei "insbesondere von der Beendigung des russischen Angriffskrieges und damit von der Rückkehr ukrainischer Flüchtlinge in ihr Heimatland ausgegangen".

Doch der Krieg dauert an. Hinzu kommen steigende Energie- und Sozialkosten.

Auch im Jugendamt ging die Rechnung nicht auf: Steigende Fallzahlen waren überhaupt nicht eingeplant.

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Tatsächlich nahmen die Hilfen zur Erziehung um fast 13 Prozent auf rund 2000 Fälle zu. Das Rathaus nennt höhere Tarifkosten, belastete Familien und Nachwirkungen der Coronapandemie als Ursachen.

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Die Millionenlücke wird auch mit gesperrten Geldern anderer Ämter gedeckt. Die Stadt beschwichtigt: Die Einsparungen seien so bemessen, "dass keine wesentlichen Vorhaben komplett entfielen".

Für den Doppelhaushalt 2027/28 seien die "aktuellen Verhältnisse" berücksichtigt.

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