Tempo 30: Chemnitzer Buchhändler wehrt sich gegen Raser-Bahnen

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Chemnitz - Beschwerde über Raser in der Reitbahnstraße in Chemnitz. Gemeint sind aber nicht die Autos, sondern Straßenbahnfahrer. Robert Aßmann (45), Inhaber der Buchhandlung Max Müller, fordert: "Auch CVAG und VMS müssen sich an Tempo 30 halten!"

Buchhändler Robert Aßmann (45) fordert die Einhaltung von Tempo 30 in der Reitbahnstraße auch durch Straßenbahnfahrer.
Buchhändler Robert Aßmann (45) fordert die Einhaltung von Tempo 30 in der Reitbahnstraße auch durch Straßenbahnfahrer.  © Kristin Schmidt

Seit Ende 2021 gilt die Geschwindigkeitsbegrenzung ab Annenstraße stadteinwärts. "Autos fahren seitdem spürbar langsamer", meint Robert Aßmann. "Straßen- und Citybahnen aber rattern weiter mit Tempo über die Weiche vor dem Laden. Ich sage: Die StVO^ gilt für alle."

Schnelle Bahnen seien gefährlich für Fußgänger, Radfahrer und parkende Autos. Der ÖPNV befinde sich vor allem mit Lieferanten im Dauerclinch. Aßmann: "Wenn die hier ausladen, hupen vor allem Busfahrer lautstark im Wohngebiet. Rüpelhaft!"

Mehrfach protestierte Robert Aßmann an den Gleisen vor seiner Buchhandlung, bastelte dafür sogar eigene Tempo-30-Schilder und ein Plakat.

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CVAG-Sprecherin Juliane Kirste (39) erklärt, dass für Busse und Bahnen auf straßenbündigen Gleisen die gleiche Höchstgeschwindigkeit wie für Autos gelte. Zahlen zu Bußgeldern für Busse und Bahnen gebe es nicht. Die Stadt sagt auf TAG24-Nachfrage, dass das Ordnungsamt nur Kraftfahrzeuge kontrolliert, keine Straßenbahnen.

Dieses Plakat bastelte Robert Aßmann aus Protest gegen angeblich zu schnelle Straßenbahnen.
Dieses Plakat bastelte Robert Aßmann aus Protest gegen angeblich zu schnelle Straßenbahnen.  © Kristin Schmidt
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Lieferanten in der Reitbahnstraße hätten unter ungeduldigen Busfahrern zu leiden.
Lieferanten in der Reitbahnstraße hätten unter ungeduldigen Busfahrern zu leiden.  © Kristin Schmidt

Nach Angaben von VMS-Sprecher Falk Ester (55) dürfen Straßenbahnen auf eigenen Gleiskörpern wie in der Annaberger Straße bis zu 60 km/h fahren. Zum Fall Reitbahnstraße sagt Ester: "Uns sind keine Überschreitungen bekannt, wir nehmen aber alle Hinweise ernst. Wer konkrete Angaben machen kann, sende sie bitte an [email protected]."

Titelfoto: Kristin Schmidt

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