TU Chemnitz sucht Betroffene von K.o.-Tropfen-Angriffen

Chemnitz - Sie können Menschen unbemerkt bewusst- und willenlos machen: K.o.-Tropfen. Die TU Chemnitz hat ein Forschungsprojekt zu diesen schnell betäubend wirkenden Substanzen gestartet.

Juniorprofessorin Charlotte Förster leitet an der TU Chemnitz die Forschungsgruppe zu K.o.-Tropfen.
Juniorprofessorin Charlotte Förster leitet an der TU Chemnitz die Forschungsgruppe zu K.o.-Tropfen.  © Studioline Fotografie, Dresden

"Opfer werden ausgeraubt oder sexuell missbraucht. Wie häufig das allerdings wirklich passiert, wissen wir nicht", sagt Charlotte Förster, Juniorprofessorin für Europäisches Management.

Gemeinsam mit ihrem Team führt sie derzeit in Deutschland, Österreich und der Schweiz eine anonyme Online-Befragung zum allgemeinen Wissensstand und eigenen Erfahrungen zu K.o.-Tropfen durch.

"Auf diese Weise wollen wir einen möglichst breiten Querschnitt möglicher betroffener Personen ab dem 14. Lebensjahr erzielen", so Förster.

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Es gebe zwar Hinweise, dass Sexualdelikte in Zusammenhang mit K.o.-Tropfen und Alkohol in den vergangenen Jahren zugenommen haben könnten, doch gebe es kaum belastbare Zahlen.

Außenansicht der TU Chemnitz
Außenansicht der TU Chemnitz  © Uwe Meinhold
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Die Chemnitzer Polizei erfasst solche Substanzen erst gar nicht als Tatmittel in ihrer Kriminalstatistik.

"Polizeibekannte Sachverhalte oder dahingehend geführte Ermittlungen, bei denen möglicherweise K.o.-Tropfen verabreicht wurden, sind hier sehr gering und bilden keinen Schwerpunkt", so ein Sprecher.

Titelfoto: Bildmontage: Studioline Fotografie Dresden, Uwe Meinhold

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