Über 7600 Chemnitzer arbeiten in der Branche: "Pflege ist mehr als nur den Hintern abwischen"

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Chemnitz - Während in anderen Branchen Stellen wackeln, wächst ausgerechnet die Pflege weiter. Mehr als 7600 Menschen arbeiten inzwischen in Chemnitz in Pflegeberufen - über 200 mehr als vor einem Jahr und rund 370 mehr als 2021.

Die Heim gGmbH hat ihren Sitz in Glösa.
Die Heim gGmbH hat ihren Sitz in Glösa.  © Uwe Meinhold

"Pflegeberufe haben eine große Bedeutung, sowohl für die Gesundheitsversorgung als auch den Arbeitsmarkt insgesamt", sagt Katrin Heinze (62), Chefin der Arbeitsagentur Chemnitz, zum Tag der Pflege.

Knapp 80 Prozent der Beschäftigten in der Pflege sind Frauen, doch die Zahl der Männer in Vollzeit wächst stetig.

Wie groß die Branche in Chemnitz ist, zeigt die Heim gGmbH in Glösa. Rund 700 Mitarbeiter, 39 Azubis, mehrere Einrichtungen im Stadtgebiet - von stationärer und ambulanter Pflege über Tagespflege bis zu Wohnstätten und Therapieangeboten.

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Einer der angehenden Pflegefachkräfte dort ist Lucas Stolper (19): "Ich habe davor schon ein Freiwilliges Soziales Jahr gemacht, auch bei der Heim gGmbH", erzählt er.

Dass Pflege nicht für jeden gemacht ist, weiß der junge Mann. "Der eine kann dies besser, der andere kann das besser", sagt er. Für ihn passt der Beruf, weil er mit Menschen arbeiten will. "Man wird ja älter und man braucht jemanden, der dann hilft."

Für ein persönliches Gespräch mit den Bewohnern nimmt sich Azubi Lucas Stolper (19) immer Zeit.
Für ein persönliches Gespräch mit den Bewohnern nimmt sich Azubi Lucas Stolper (19) immer Zeit.  © Uwe Meinhold
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Pflege ist mehr als ein Job: Pfleger halten oft genau dann die Hand, wenn andere nicht mehr weiter wissen.
Pflege ist mehr als ein Job: Pfleger halten oft genau dann die Hand, wenn andere nicht mehr weiter wissen.  © Uwe Meinhold

Der Bedarf steigt: "Wir brauchen natürlich junge Menschen, die den Beruf ergreifen wollen"

Die Dokumentation nimmt im Pflege-Alltag viel Zeit ein: Azubi Lucas Stolper (19) wertet die Protokolle mit Praxis-Anleiterin Carola Winter (57) aus.
Die Dokumentation nimmt im Pflege-Alltag viel Zeit ein: Azubi Lucas Stolper (19) wertet die Protokolle mit Praxis-Anleiterin Carola Winter (57) aus.  © Uwe Meinhold

Seine Aufgaben reichen von Körperpflege und Betreuung bis Behandlungspflege und Dokumentation am Computer. Und auch das freundliche Wort gehört dazu.

Zum Tag der Pflege sagt Stolper: "Pflege ist mehr als nur den Hintern abwischen." Es sei körperlich und mental anstrengende Arbeit und genau deshalb verdiene sie mehr Respekt.

Carola Winter (57) koordiniert die Ausbildung im Unternehmen. Sie sagt: "Pflege hat immer Zukunft."

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Der Bedarf steige, weil die Bevölkerung älter werde. "Der Fachkräftebedarf ist nicht überall gleich groß, aber wir brauchen natürlich junge Menschen, die den Beruf ergreifen wollen."

Titelfoto: Bildmontage: Uwe Meinhold (2)

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