Was diese Chemnitzerin und die Brühlschen Terrassen gemeinsam haben

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Chemnitz - Was für eine Persönlichkeit! Christine Gräfin von Brühl (61) lebt seit knapp einem Jahr in Chemnitz und leitet das Projektbüro der Landeszentrale für politische Bildung in der ehemaligen "Parteisäge", das anlässlich der Kulturhauptstadt entstand. Chemnitz ist für die weitgereiste Gräfin ein besonders inspirierender Ort.

Christine von Brühl (61) lebt seit vergangenem Jahr in Chemnitz - in der Nähe vom Brühl.
Christine von Brühl (61) lebt seit vergangenem Jahr in Chemnitz - in der Nähe vom Brühl.  © Ralph Kunz

„Mir sind schon viele spannende Menschen hier in Chemnitz begegnet“, sagt Christine von Brühl über ihren neuen Wohnort.

Die zierliche Frau blickt nicht nur auf ein bewegtes Leben zurück, sondern auch auf eine jahrhundertealte Familientradition.

Als Tochter eines Diplomaten wuchs sie in Frankreich, England, Belgien, Singapur und Polen auf.

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In Lublin, Mainz, Wien und Heidelberg studierte Christine von Brühl Slawistik, Geschichte und Philosophie.

Christine von Brühl im Gespräch mit TAG24-Reporterin Stella Kreuzer.
Christine von Brühl im Gespräch mit TAG24-Reporterin Stella Kreuzer.  © Ralph Kunz
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Chemnitzer Brühl zieht Gräfin an

Die Autorin ist Leiterin des Projektbüros der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung.
Die Autorin ist Leiterin des Projektbüros der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung.  © Ralph Kunz

Sie schrieb eine Doktorarbeit über Anton Tschechovs Dramenwerk. Kurz nach der Wende arbeitete sie als Journalistin für die "Sächsische Zeitung" in Dresden und Freital, anschließend auch für "Die Zeit" und "Das Magazin".

Der Journalismus ist eine ihrer Leidenschaften: "Ich wollte schon immer schreiben."

In den 1990er-Jahren zog die sprachbegabte Gräfin weiter nach Berlin und schrieb Bücher über starke Adelige. Ihr Vorbild: Marion Gräfin Dönhoff (1909-2002), die ebenfalls als Journalistin tätig war.

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Für sie selbst war es ein langer Weg, den eigenen Adelstitel anzuerkennen: "Er ist Teil meiner Identität", sagt sie heute. "Aber es war in der Vergangenheit schwierig, einen geeigneten Umgang damit zu finden. Doch mittlerweile stehe ich zu meinem Titel."

Passend zu ihrem Namen wohnt die Gräfin von Brühl sogar in der Nähe vom Brühl.

"Ich bin bewusst nah an meinen Arbeitsplatz gezogen. Und lebe nun nahe einer Straße, die meinen Nachnamen trägt", schmunzelt die Mutter zweier Kinder.

Namensgeber der Brühlschen Terrasse

Auf Heinrich von Brühl ist die Brühlsche Terrasse zurückzuführen.
Auf Heinrich von Brühl ist die Brühlsche Terrasse zurückzuführen.  © wikipedia
Die Brühlsche Terrasse prägt die Silhouette der Dresdner Altstadt.
Die Brühlsche Terrasse prägt die Silhouette der Dresdner Altstadt.  © Eric Münch

Christine von Brühls Familiengeschichte reicht viele Jahrhunderte zurück. Ein Vorfahre sticht dabei besonders heraus: Heinrich Graf von Brühl (1700-1763), der Namensgeber der berühmten Dresdner Brühlschen Terrasse.

Heinrich von Brühl trat 1720 als Silberpage in die Dienste Augusts des Starken (1670-1733) ein.

Es folgte ein rascher politischer Aufstieg: 1746 ernannte der legendäre Kurfürst von Sachsen seinen Vertrauten von Brühl zu seinem Premierminister.

In den Achtzigerjahren erlangte Christine von Brühls berühmtester Vorfahre erneut große Bekanntheit durch die DDR-Serie "Sachsens Glanz und Preußens Gloria".

Titelfoto: Ralph Kunz

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