Wasserqualität nimmt kontinuierlich ab: Chemnitz erhält neue Riesen-Filteranlage

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Chemnitz - Das Wasserwerk Einsiedel versorgt seit mehr als 130 Jahren die Chemnitzer mit sicherem Trinkwasser. Damit das auch künftig so bleibt, wird derzeit die Filteranlage erweitert. Hintergrund ist die schlechter werdende Wasserqualität. Zur Grundsteinlegung gab der technische Leiter Einblicke in das 46,3 Millionen Euro teure Großprojekt.

Bis spätestens 2030 soll der Bau der Anlage abgeschlossen sein.
Bis spätestens 2030 soll der Bau der Anlage abgeschlossen sein.  © Sven Gleisberg

Das Wasserwerk besteht seit 1894. Anfangs versorgte es ausschließlich Chemnitz, heute rund 400.000 Menschen auch in Mittelsachsen und dem Erzgebirgskreis.

Die neue Filteranlage ergänzt die bestehende Technik aus den 1950er-Jahren. Mit einer Kapazität von 77 Millionen Liter pro Tag kann sie bald rund 25 Millionen Liter mehr Wasser filtern als bisher.

Das sei notwendig, da die Wasserqualität kontinuierlich abnehme, erklärte Ute Gernke (65) von Südsachsenwasser.

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Insbesondere die Konzentration von Huminstoffen habe in den vergangenen Jahren zugenommen. Eine Folge des Klimawandels: Durch Starkregen gelangen immer mehr organische Stoffe aus Waldböden in Flüsse.

Zudem entfernt die Anlage Metalle wie Mangan oder Aluminium, aber auch Trübstoffe.

Bauunternehmerin Linda Hüttner (47).
Bauunternehmerin Linda Hüttner (47).  © Sven Gleisberg
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Auch Oberbürgermeister Sven Schulze (54, SPD) sprach zur Grundsteinlegung.
Auch Oberbürgermeister Sven Schulze (54, SPD) sprach zur Grundsteinlegung.  © Sven Gleisberg
Der technische Leiter Steffen Meichßner (54) bringt die Zeitkapsel in den Grundstein ein.
Der technische Leiter Steffen Meichßner (54) bringt die Zeitkapsel in den Grundstein ein.  © Sven Gleisberg

Wasserqualität wird nach der Aufbereitung fortlaufend überwacht

Betriebs-Ingenieur Sascha Schiffer (39) verweist auf den aktuellen Baustand.
Betriebs-Ingenieur Sascha Schiffer (39) verweist auf den aktuellen Baustand.  © Sven Gleisberg

Die Wasserqualität wird nach der Aufbereitung fortlaufend überwacht, unter anderem durch das Gesundheitsamt.

"Das Trinkwasser in Deutschland kann man bedenkenlos ein Leben lang aus der Leitung trinken", sagte Gernke.

Die Baukosten für das Großprojekt belaufen sich auf 46,3 Millionen Euro.

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Finanziert wird das Projekt jeweils zur Hälfte vom Freistaat und dem Zweckverband Fernwasser Südsachsen. Die Bauarbeiten sollen 2030 abgeschlossen werden.

Titelfoto: Sven Gleisberg (2)

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