Chemnitz - Quer durch die Stadt für wenig Geld - genau das verspricht der Fahrdienst Uber auch in Chemnitz. Doch immer wieder steht dabei die Frage im Raum: Gibt es die günstigen Preise am Ende nur auf Kosten der Fahrer?
Die Fritzsche Personenverkehr GmbH aus Burgstädt nutzt die Plattform zur Fahrtenvermittlung in Chemnitz und Umgebung seit Dezember. Das Unternehmen sieht darin vor allem eines: Zukunft.
Kritik, wonach Fahrer schlecht bezahlt werden könnten, weist die Transportfirma zurück. "Uber bezahlt die Fahrer nicht. Sie sind direkt bei uns angestellt", heißt es auf TAG24-Anfrage.
Die Fahrer würden bei Fritzsche mehr als Mindestlohn verdienen, die Bezahlung sei zudem nicht leistungsabhängig. Ein Unterschied, der entscheidend ist: Wer selbstständig direkt über Uber fährt, wird in der Regel pro Fahrt bezahlt.
Dass sich das Modell aktuell noch nicht vollständig rechnet, bestreitet aber auch Fritzsche nicht. Doch das sei kein Problem, sondern Teil des Prozesses: "Das Ganze muss erst anlaufen und sich entwickeln."
Gerade am Anfang müsse investiert werden - wie bei jedem neuen Geschäft. Ein weiterer Punkt: neue Jobs. Durch das Angebot könne Fritzsche Mitarbeiter beschäftigen, "die wir sonst nicht hätten".
Für das Unternehmen steht fest: Uber werde sich etablieren, so wie bereits in vielen anderen Städten. "Es würde auch Chemnitz, Stadt der Moderne, gut zu Gesicht stehen, an fortschrittlicher Entwicklung teilzuhaben, mit der Zeit zu gehen und nicht den Fortschritt zu verschlafen."