Auch der Tod wird teurer: Kosten für Sozialbestattungen in Chemnitz steigen

Chemnitz - Auch der Tod wird für die Stadt Chemnitz zunehmend zur Kostenfrage. Das geht aus Zahlen hervor, die die Linksfraktion bei der Stadtverwaltung abgefragt hat. Demnach musste das Sozialamt 2025 insgesamt rund 175.000 Euro für die Übernahme von Bestattungskosten ausgeben - fast 48.000 Euro mehr als im Vorjahr.

Susanne Schaper (48, Linke) fordert unter anderem die Wiedereinführung des Sterbegeldes.  © Kristin Schmidt

Die bewilligten Anträge bewegten sich in den beiden Jahren dabei auf ähnlichem Niveau. 2025 waren es 112 bewilligte Anträge, im Jahr davor 107.

"Dass nicht einmal der Tod umsonst ist, ist allgemein bekannt. Aber er wird leider - wie vieles andere auch - immer teurer", sagt Fraktions-Chefin Susanne Schaper (48). Auch der kommunale Haushalt werde dadurch zunehmend belastet.

Die Linke sieht in den steigenden Kosten auch ein Zeichen zunehmender Altersarmut. Wenn Verstorbene kein ausreichendes Vermögen hinterlassen und Angehörige die Kosten nicht tragen können, muss die Stadt einspringen.

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Susanne Schaper fordert deshalb mehr Maßnahmen von Bund und Land: "Eine Anhebung des Mindestlohns, die Abschaffung prekärer Beschäftigungen und die Wiedereinführung des Sterbegeldes wären erste und wichtige Schritte", so Schaper.

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Die Kosten für Bestattungen steigen - auch für die Kommunen.  © Kristin Schmidt

Damit würden auch die Kommunen entlastet werden. "Und Angehörige müssen sich in ihrer Trauerphase nicht mit zusätzlichem Papierkram befassen."

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