Wird Kraftklub-Frontmann Felix Kummer bald Haltestellen-Ansager in Chemnitz?
Chemnitz - "Nächster Halt: Zentralhaltestelle" - gesprochen von Kraftklub-Frontmann Felix Kummer (37)? Oder vielleicht von einem Chemnitzer Schulkind, einem Künstler oder einer anderen bekannten Persönlichkeit der Stadt? Geht es nach den Grünen, könnte die CVAG ihren Haltestellen-Ansagen künftig eine deutlich persönlichere Note geben.
Die Fraktion möchte, dass ausgewählte oder sogar sämtliche Haltestellen-Ansagen künftig von lokalen Künstlern, Kulturschaffenden, Kindern, Jugendlichen oder Schulklassen eingesprochen werden.
"Solche Ansagen können die Verbundenheit der Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Stadt stärken, lokale Kultur sichtbar machen und insbesondere im Kontext der Kulturhauptstadt-Legacy innovative Akzente setzen", begründen die Grünen ihre Idee, über die der Stadtrat im September diskutieren soll.
Doch bei der Stadt schrillen schon jetzt die Alarmglocken. Technisch sei das Ganze zwar "größtenteils möglich", bei Kosten und Aufwand zieht die Verwaltung aber die Handbremse.
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Kosten für externe Sprecher aktuell nicht berechenbar
Externe Sprecher müssten beauftragt werden, die Kosten dafür seien derzeit nicht bezifferbar.
Baubürgermeister Thomas Kütter (50, parteilos): "Angesichts des ab 2027 wirksamen Kostendämpfungspakets im ÖPNV ist dies nicht vertretbar."
Und dann ist da noch der Alltag im Linienverkehr: Baustellen und kurzfristige Änderungen im Netz sorgen regelmäßig dafür, dass Ansagen angepasst werden müssen.
Wenn dafür jedes Mal externe Sprecher beteiligt wären, würde der zeitliche Vorlauf steigen. Die Folgen könnten laut Verwaltung weniger Flexibilität und schlechtere Fahrgastinformationen sein.
Titelfoto: Bildmontage: Kristin Schmidt, Robert Michael/dpa
