Sitze zu flach? AfD nimmt Haltestellen in Chemnitz unter die Lupe
Chemnitz - Die AfD-Stadtratsfraktion kritisiert den barrierefreien Ausbau der Haltestellen in Chemnitz.
Damit der Einstieg in Bus und Bahn möglichst ebenerdig erfolgen kann, wird an den Haltestellen häufig das Bodenniveau angehoben.
Nach Ansicht der Fraktion werden dabei die Sitzgelegenheiten jedoch nicht immer entsprechend angepasst.
Vorgeschrieben ist eine Sitzhöhe von 46 bis 48 Zentimetern. In Wartehäuschen in Morgenleite sollen Anwohner laut der AfD allerdings zum Teil nur 41 Zentimeter gemessen haben.
"Für ältere Menschen oder Menschen mit körperlichen Einschränkungen kann das aber eine erhebliche Einschränkung bedeuten", schimpft Fraktions-Chef Nico Köhler (50).
Problematisch ist aus Sicht der Fraktion zudem, dass die Einhaltung der Vorgaben nicht regelmäßig kontrolliert wird. Nach Angaben der Verwaltung wird erst dann geprüft und nachgebessert, wenn konkrete Beschwerden vorliegen.
Für Köhler ist das zu wenig: "Wer regelmäßig auf Bus und Bahn angewiesen ist, muss sich darauf verlassen können, dass die Sitzgelegenheiten an den Haltestellen auch tatsächlich alltagstauglich sind."
Titelfoto: Uwe Meinhold
