Chemnitz: Brauchen unsere Schulen Klimaanlagen?
Chemnitz - Bei Abschlussprüfungen rauchen die Köpfe ohnehin. Müssen Schüler dabei auch noch in heißen Klassenzimmern schwitzen wie im letzten Sommer? Die SPD will für Abkühlung sorgen - doch das Chemnitzer Rathaus bremst.
Jürgen Renz (51) hat den Vorstoß erarbeitet. "Die Abschlussprüfungen sind eine wesentliche Weichenstellung für die Jugendlichen und sollten daher unter möglichst gleichen Bedingungen stattfinden."
Die SPD will deshalb prüfen lassen, ob mobile Klimaanlagen die Prüfungsräume kühlen können. Auch ein Umzug in geeignetere Räume anderer Schulen oder städtischer Gebäude soll geprüft werden.
Doch die Stadt hält dagegen. Bürgermeister Ralph Burghart (56, CDU) verweist darauf, dass schriftliche Prüfungen überwiegend im April und Mai stattfinden. Länger anhaltende hohe Temperaturen habe es 2026 erst ab dem 18. Juni gegeben. Vorsorgliche Maßnahmen dieses Umfangs überstiegen die Möglichkeiten der Stadt.
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Auch mobile Klimageräte überzeugen das Rathaus nicht. Unterrichtsräume und erst recht Schulaulen seien "für solche Geräte viel zu groß, um Kühlungserfolge zu erzielen". Die Stadt setzt zunächst auf Sonnenschutz, nächtliche Abkühlung und morgendliches Lüften.
Am 11. November steht der Antrag im Stadtrat zur Debatte.
Titelfoto: Bildmontage: jackf/123RF, Sven Hoppe/dpa