Chemnitz will Anzahl der Kita- und Krippenplätze senken: "Das ist zu knapp kalkuliert"

Chemnitz - Wie viele Kita- und Krippenplätze braucht Chemnitz bis 2030? Darüber wird am Mittwoch im Stadtrat diskutiert.

Stadtrat Maik Otto (48, SPD) will das Angebot an Kinderbetreuung erhalten.
Stadtrat Maik Otto (48, SPD) will das Angebot an Kinderbetreuung erhalten.  © Ralph Kunz

Der vom Jugendamt vorgeschlagene neue Bedarfsplan sieht eine deutliche Kürzung des Angebotes vor. So soll der Versorgungsgrad für die Betreuung in der Krippe von 53 auf 48 Prozent, in Kitas von 89 auf 87 Prozent abgesenkt werden.

Bedeutet: Pro 100 Kinder, die jünger als drei Jahre sind, stehen noch 48 Betreuungsplätze zur Verfügung, für 100 Drei- bis Siebenjährige 87 Plätze.

Im Stadtrat regt sich Widerstand. SPD-Stadtrat Maik Otto (48) findet: "Das ist zu knapp kalkuliert. Es würde bedeuten, dass Eltern für einen freien Betreuungsplatz unter Umständen quer durch die Stadt fahren müssen. Wir hatten eine solche Situation vor Jahren schon mal. Es gab Riesenärger."

Im Stadtrat geht es am Mittwoch unter anderem um einen neuen Kita-Bedarfsplan.
Im Stadtrat geht es am Mittwoch unter anderem um einen neuen Kita-Bedarfsplan.  © Kristin Schmidt

Auch Grüne und Linke melden Bedenken an. Ein Änderungsantrag schlägt vor, den vor einem Jahr beschlossenen Versorgungsgrad beizubehalten.

Titelfoto: Bildmontage: Ralph Kunz, Kristin Schmidt

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