AfD-Promi Maximilian Krah ist jetzt Chemnitzer

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Chemnitz - Er gilt als "Enfant terrible" der AfD und sorgt jetzt erneut für Ärger: Der umstrittene Bundestagsabgeordnete Maximilian Krah (48) soll seit Kurzem in Chemnitz leben. Parteifreunde werfen ihm nun öffentlich vor, seinen Wahlkreis im Stich zu lassen.

AfD-Kreischef Nico Köhler (49) will am Mittwoch mit Maximilian Krah (48) sprechen.
AfD-Kreischef Nico Köhler (49) will am Mittwoch mit Maximilian Krah (48) sprechen.  © Kristin Schmidt

Die AfD-Stadtratsfraktion Burgstädt schäumt bei Facebook: "Grund sind angebliche ‚Anschlagspläne‘. Daher möchte Krah ein ‚geheimes‘ Büro in Chemnitz eröffnen, zu dem nur Parteimitglieder auf Einladung Zutritt erhalten."

Für seinen Wahlkreis Chemnitzer Umland - Erzgebirge II sei er "bisher exakt null eingestanden". Der Vorwurf: Das habe "mit den Aufgaben und Pflichten eines Abgeordneten nichts zu tun". Krah war 2024 als Direktkandidat mit 44,2 Prozent der Erststimmen in den Bundestag eingezogen.

AfD-Kreis-Chef Nico Köhler (49) bestätigte den Krah-Umzug nach Chemnitz auf TAG24-Nachfrage, betont aber: "Ich weiß nicht, ob er in Chemnitz seine Haupt- oder eine Nebenwohnung hat und er sich hier überhaupt einbringen will. Wir treffen uns heute zu einem Gespräch."

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Bislang ist Krah noch im AfD-Kreisverband Zwickau organisiert. Sein Wahlkreisbüro befindet sich in Limbach-Oberfrohna.

AfD-Ratsfraktion Burgstädt fordert Mandat zurückzugeben

Lebt AfD-Skandalpolitiker Maximilian Krah (48) bereits in Chemnitz?
Lebt AfD-Skandalpolitiker Maximilian Krah (48) bereits in Chemnitz?  © picture alliance/dpa

Der Ex-Europa-Politiker, dessen Immunität im Bundestag wegen des Verdachts der Bestechlichkeit und der Geldwäsche aufgehoben ist, war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Auch der Kreisverband Zwickau und die Sachsen-AfD ließen Anfragen unbeantwortet.

Die Stadt Chemnitz und die Bundestagsverwaltung wollen einen Umzug ebenfalls nicht bestätigen, verweisen auf Datenschutz.

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Die AfD-Ratsfraktion Burgstädt forderte Krah inzwischen auf, sein Mandat zurückzugeben.

Titelfoto: picture alliance/dpa

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