Fahrbahn kaputt, Kanalnetz marode: Wann wird diese Problemstraße in Chemnitz saniert?
Chemnitz - In Klaffenbach bröckelt nicht nur der Asphalt - hier zerlegt es gleich eine ganze Straße. Die Chemnitzer Straße ist seit Jahren ein Sorgenkind, jetzt ist amtlich: Auch in diesem Jahr wird der Abschnitt zwischen Würschnitztalstraße und "Am Silberbach" nicht grundhaft saniert.
Baubürgermeister Thomas Kütter (50, parteilos) muss auf eine Anfrage von Susanne Rasch (45, AfD-Stadtratsfraktion) einräumen: "Die Fahrbahn der Chemnitzer Straße ist im betroffenen Abschnitt in schlechtem Zustand." Auch der Gehweg könne so nicht bleiben.
Noch düsterer klingt es unter der Oberfläche. "Der Entsorgungsbetrieb (ESC) als Eigentümer und die inetz als Betreiber des Kanalsystems sehen dringenden Sanierungsbedarf bei dem vorhandenen Entwässerungssystem."
Die letzte Havarie ist erst wenige Wochen her. Im März musste die Chemnitzer Straße wegen eines Wasserrohrbruchs voll gesperrt werden.
Susanne Rasch findet dafür klare Worte: "Jeder weiß, dass Straße und Kanal marode sind, trotzdem wird die Sanierung seit Jahren verschleppt. Leidtragende sind die Anwohner, die mit Havarien, Baustellen und einer teils unterspülten Straße leben müssen!"
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Tiefbauamt fehlt das Geld für die große gemeinsame Lösung
Eine eigentlich koordinierte Baumaßnahme kam weder 2024 noch 2025. Laut Kütter scheiterte das Vorhaben an "unterschiedlichen Abhängigkeiten und verkehrlichen Belangen". Unter anderem musste erst der Hutholzbach in das Hochwasserkonzept der Würschnitz eingebunden werden.
Jetzt soll 2027 wenigstens der Kanal erneuert werden, doch dem Tiefbauamt fehlt das Geld für die große gemeinsame Lösung. Eine Fahrbahnsanierung peilt die Stadt deshalb frühestens ab 2028 an. Rasch schimpft: "Klaffenbach hat Anspruch auf eine funktionierende Infrastruktur - Schluss mit der ewigen Aufschieberei!"
Titelfoto: Ralph Kunz
