Gefährliche Haltestelle: Wo bleibt der Schutz an der Rößlerstraße?
Chemnitz - Die Straßenbahn hält, die Türen gehen auf - und nur einen Schritt daneben rauscht der Verkehr ohne schützendes Geländer über die Annaberger Straße in Chemnitz. Die Haltestelle Rößlerstraße stadtauswärts ist ein heikler Ort. Gerade Kinder und Schülergruppen nutzen sie regelmäßig auf dem Weg zum Spinnbau.
Das Problem kennt auch das Rathaus seit Monaten. Schon im Februar hatte Stadträtin Susanne Rasch (45, parteilos) von der AfD-Stadtratsfraktion nachgehakt. Die Antwort: Die Haltestelle sei in einem Zustand, "der in keiner Weise dem aktuellen Ausbaustandard" entspreche. Bis zum grundlegenden Umbau der Annaberger Straße sollte deshalb noch in diesem Jahr eine Zwischenlösung her.
Fünf Monate später läuft das neue Schuljahr - doch Geländer, Absperrung oder eine andere erkennbare Sicherung fehlen weiter. Rasch stellte deshalb erneut eine Anfrage. Prompt kam Bewegung in die Sache, zumindest personell.
Tiefbauamtsleiter Thomas Blankenhagel (48) traf sich mit Vertretern der CVAG zu einer Ortsbegehung. Über Ergebnisse wollte er nichts sagen: "Es wird an einer Lösung gearbeitet."
Nach TAG24-Informationen soll relativ schnell ein provisorisches Geländer entstehen, später ein größeres Provisorium. Weil der Bahnsteig so schmal ist, muss dafür auch die angrenzende Fahrbahn einbezogen werden.
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Warum trotz der Gespräche bis zum Schulstart nichts passiert ist, konnte Blankenhagel nicht erklären. Susanne Rasch schüttelt den Kopf: "Das Schuljahr hat längst begonnen, die Gefahr besteht weiter. Ich kann nicht verstehen, dass sich erst bei einer erneuten Nachfrage etwas tut."
Titelfoto: Ralph Kunz (2)
