Chemnitz - Stellenabbau, weniger Busse, weniger Kita-Plätze, weniger Kultur: In Chemnitz wird kräftig gekürzt. Ver.di ruft deshalb am Mittwoch zur Demo auf. Die Gewerkschaft will gegen den Sparkurs der Stadt demonstrieren und warnt vor Folgen für Beschäftigte und Bürger.
Besonders angespannt sei die Lage am Klinikum Chemnitz: "Für 2027 drohen rund zwölf Millionen Euro zusätzliche Mindereinnahmen", warnt Gewerkschaftssekretär Robin Rottloff.
Gleichzeitig stehen mehr als 200 Stellen zur Diskussion. "Gute Medizin braucht genug Personal!", sagt Dominique Ambos vom Betriebsrat des Klinikums.
Auch bei der CVAG wird gekürzt: Rund 2,7 Millionen Euro sollen durch weniger Verbindungen eingespart werden. Für Fahrgäste bedeutet das: weniger Busse und Bahnen - und möglicherweise längere Wege und Wartezeiten.
An der TU Chemnitz sind laut ver.di ebenfalls bis zu 200 Stellen gefährdet. In der Stadtverwaltung sollen bis 2035 rund 800 von 4300 Stellen wegfallen.
Rund 400 Stellen wurden bereits seit 2020 abgebaut. Gleichzeitig sind regelmäßig bis zu 250 Stellen unbesetzt. Dazu kommen geplante Kürzungen bei Kitas, Kinder- und Jugendhilfe und Kultur. Rund 1000 Kitaplätze sollen wegfallen.
Der Protest dagegen startet am Mittwoch um 16 Uhr am Gewerkschaftshaus. Von dort geht es mit einer klaren Botschaft an den Stadtrat zum Rathaus: Beim Sparen dürfe nicht ausgerechnet an der öffentlichen Daseinsvorsorge angesetzt werden.