Keine Millionen für Chemnitzer Schauspielhaus? Oper hat jetzt Priorität

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Chemnitz - Rolle rückwärts im Chemnitzer Rathaus: Die ursprünglich fürs Schauspielhaus vorgesehenen 56 Millionen Euro wurden auf der Vorschlagsliste der Verwaltung für das Sondervermögen des Bundes gestrichen. Stattdessen erhält eine notwendige Sanierung des Opernhauses höchste Priorität. Im Budget tauchen nun 40 Millionen Euro für "Opernhaus + Sprechtheater, separate Standorte" auf.

Das alte Schauspielhaus steht seit Jahren leer. Über eine neue Spielstätte wird gestritten.
Das alte Schauspielhaus steht seit Jahren leer. Über eine neue Spielstätte wird gestritten.  © Uwe Meinhold

Die Stadtverwaltung hatte nach der Stellungnahme der Fraktionen zur Verwendung der Bundesmillionen eine Maßnahmenliste mit neuen Prioritäten zusammengestellt.

Der SPD-Vorschlag, auf einen Neubau des Schauspielhauses zu verzichten und das Sprechtheater im Opernhaus anzusiedeln, hatte vor gut einer Woche für Wirbel gesorgt und war bei Stadtspitze und Theaterleitung auf Ablehnung gestoßen.

Mit den neuen Verwaltungsvorschlägen sieht sich die Fraktion bestätigt: "Die zukünftige Unterbringung des Schauspiels wird neu gedacht - zunächst mit einer vorgeschalteten Studie. Dieses Umdenken ist jetzt eine echte Chance", so SPD-Stadtrat Detlef Müller (61).

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In die Vorhabenliste neu aufgenommen wurden mit jeweils fünf Millionen Euro der Tierpark, der Stadthallenbrunnen, eine Umfeldgestaltung für die neue Straßenbahntrasse Heinrich-Schütz-Straße, die Sanierung des Stadtbades sowie der Grundschule Kleinolbersdorf.

Die Bundesmillionen sollen jetzt für die Sanierung des Opernhauses eingesetzt werden.
Die Bundesmillionen sollen jetzt für die Sanierung des Opernhauses eingesetzt werden.  © Sven Gleisberg
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Im Juni müssen Investitionspläne eingereicht werden

Außerdem sollen 12,5 Millionen Euro ins Sportforum fließen, vorrangig in die Radsportanlagen.

Welche Vorhaben am Ende tatsächlich priorisiert werden, darüber müssen sich Stadträte und Verwaltung bis Mai einigen. Im Juni sind die Investitionspläne bei der Landesdirektion Sachsen einzureichen.

Titelfoto: Bildmontage: Uwe Meinhold, Sven Gleisberg

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