Nächster Anlauf: Chemnitzer Grüne wollen Silvester-Knallerei verbieten

Chemnitz - Kaum ist Silvester vorbei, denken die Grünen in Chemnitz schon an den nächsten "Knaller".

Manuela Tschök-Engelhardt (54, Grüne) spricht sich für ein Feuerwerk an zentralen Plätzen aus.
Manuela Tschök-Engelhardt (54, Grüne) spricht sich für ein Feuerwerk an zentralen Plätzen aus.  © Kristin Schmidt

Nachdem der vorherige Versuch, Böller in der Stadt zu verbieten, gescheitert ist, nimmt die Grünen-Fraktion einen erneuten Anlauf: Sie möchte nun das Feuerwerk im Stadtgebiet beschränken.

Im Beschlussantrag für den Stadtrat wird vorgeschlagen, "mögliche Feuerwerksflächen in den Stadtteilen zu identifizieren, auf denen Feuerwerk schwerpunktmäßig abgebrannt werden kann".

Die Grünen orientieren sich an anderen europäischen Städten, die "ein zentrales, durch professionelle Firmen durchgeführtes Feuerwerk oder eine Lasershow anbieten". Deshalb sollen auch die Rahmenbedingungen und Kosten zur Durchführung einer zentralen Silvesterfeier festgestellt werden.

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FDP-Stadtrat Jens Kieselstein (42) kann dem Vorschlag wenig abgewinnen: "Wir haben hier in Chemnitz keine großen Volksaufläufe wie in Berlin, warum sollte man also in Chemnitz Verbote ausstellen? Und wer soll das große Feuerwerk bezahlen?"

Als Begründung verweisen die Grünen auf hohe Feinstaubbelastungen, "die gerade für Menschen mit Lungenproblemen gefährlich sein können, auch die Tierwelt leidet unter der Böllerei".

Rings um das Rathaus feierten die Chemnitzer Silvester mit Böllern und Raketen.
Rings um das Rathaus feierten die Chemnitzer Silvester mit Böllern und Raketen.  © Haertelpress

Der Beschlussantrag soll in der öffentlichen Stadtratssitzung am 10. Mai diskutiert werden.

Titelfoto: Haertelpress, Kristin Schmidt

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