Zirkusfamilie Hein kämpft in Chemnitz mit gebrannten Nüssen um Existenz

Chemnitz - Die bekannte Zirkusfamilie Hein lässt den Duft gebrannter Nüsse durch die Sachsen-Allee ziehen und hofft in diesem Jahr auf besonders viel Kundschaft.

Vernado Hein (62) und seine Zirkusfamilie verkaufen in der Sachsen-Allee frisch gebrannte Nussspezialitäten.
Vernado Hein (62) und seine Zirkusfamilie verkaufen in der Sachsen-Allee frisch gebrannte Nussspezialitäten.  © Maik Börner

Normalerweise bestimmt die Welt der Magie und Märchen den Alltag von Vernado Hein (62) und seinen vier Kindern, die mit ihren Familien jeweils einen Projektzirkus betreiben. In diesem Jahr sind es Existenzsorgen.

"Der Nussverkauf Weihnachten 2019 war das letzte Mal, dass wir Geld verdient haben. Alle geplanten Shows und Auftritte in der Region konnten wegen Corona nicht stattfinden. Laufende Kosten wie Strom oder Tierfutter bleiben trotzdem", erzählt er.

Vernado Hein steht von klein auf in der Manege und hält mit der Familie die Tradition seiner Großeltern aufrecht, die den Zirkus 1933 gegründet hatten: "In so einer Ausnahmesituation waren wir noch nie. Wir wünschen uns einfach, dass viele Leute unsere Nüsse kaufen."

Eine Erinnerung an bessere Tage: Familie Hein in der Manege.
Eine Erinnerung an bessere Tage: Familie Hein in der Manege.  © Andreas Kretschel

"Wir sind bis 24. Dezember außer sonntags jeweils 10 bis 20 Uhr an unserem Stand in der Sachsen-Allee."

Titelfoto: Maik Börner

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