24 Millionen Euro für exzellenten KI-Nachwuchs: Dresden macht Schule mit Konrad Zuse

Dresden - Künstliche Intelligenz (KI) findet bereits heute breite Anwendung bei Computerspielen, im Klimaschutz oder in der Krebstherapie. Das "automatische Lernen von Computern" ist eine der Schlüsseltechnologien der nächsten Jahre.

Der Erfinder des ersten Computers der Welt: Konrad Zuse (1910-1995) mit einem Nachbau seines legendären Z1.
Der Erfinder des ersten Computers der Welt: Konrad Zuse (1910-1995) mit einem Nachbau seines legendären Z1.  © picture alliance/dpa

Der Fachkräftebedarf ist enorm. Die TU Dresden hat nun den Zuschlag für eine von drei bundesweiten "Konrad-Zuse-Schools für Künstliche Intelligenz" erhalten.

Mit den Schulen sollen Netzwerke zur Gewinnung von exzellentem KI-Nachwuchs aus der ganzen Welt aufgebaut werden. Das Bundesbildungsministerium stellt dafür zunächst 24 Millionen Euro bereit, teilte das sächsische Wissenschaftsministerium mit.

"Das ist die perfekte Ergänzung zu unserem Nationalen KI-Zentrum", sagte die Rektorin der TU Dresden, Ursula M. Staudinger (63). Die TU erhält jährlich bis zu drei Millionen Euro. Der Projektstart ist für Juli angekündigt.

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Insgesamt sind sieben Forschungspartner an der Schule beteiligt, darunter auch die Universität Leipzig.

Inhaltlich geht es um die Themenschwerpunkte Entwicklung neuer KI-Methoden, Verknüpfung von KI mit Mikroelektronik und Medizingeräten sowie die "digitale Medizin".

Das Computersystem "Lise" des Zuse-Instituts Berlin gehört zu den leistungsstärksten Rechnern der Welt. Künftig wird in Dresden die neue Generation von Computerspezialisten im Bereich Künstliche Intelligenz ausgebildet.
Das Computersystem "Lise" des Zuse-Instituts Berlin gehört zu den leistungsstärksten Rechnern der Welt. Künftig wird in Dresden die neue Generation von Computerspezialisten im Bereich Künstliche Intelligenz ausgebildet.  © dpa/Britta Pedersen

Die Potenziale dieser Technologie zu heben, sichere die künftige Wettbewerbsfähigkeit des Freistaats, sagte Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow (47, CDU). Die anderen beiden Schulen entstehen in München und Darmstadt.

Namensgeber Konrad Zuse (1910-1995) gilt als einer der Väter des Computers. Er wuchs teilweise in Hoyerswerda (Landkreis Bautzen) auf.

Titelfoto: dpa/Britta Pedersen, picture alliance/dpa

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