Dresden - Für den zweiten Abschnitt der geplanten Campuslinie in Dresden muss die stark geschädigte Nossener Brücke zwischen Löbtau und der Südvorstadt neu errichtet werden. Am Wochenende sind erste Abrissarbeiten unter rollendem Rad gestartet.
So haben Fachleute auf der gesperrten Hälfte des Bauwerks die Segmente des nördlichen Kragarmes, also des Überhangs der Brücke, vom Stahlüberbau abgetrennt.
Zuvor waren in den vergangenen Wochen bereits Fahrbahnbeläge, Fußwege und die Brückenausstattung zurückgebaut worden.
Die abgetrennten Teile wurden mithilfe eines Mobilkrans angehoben und anschließend abtransportiert. Nebendran konnte weiterhin der Verkehr in beide Richtungen einspurig fließen. Ebenso war Zugbetrieb möglich.
"Der nun fehlende nördliche Kragarm beeinträchtigt die Tragfähigkeit der Brücke nicht", lässt die Stadt wissen. Der Rückbau sei notwendig, um Baufreiheit für die neuen Oberleitungsmasten im Gleisbereich der Deutschen Bahn zu schaffen.
Der größte Teil des Abrisses folgt jedoch erst noch: Bis Herbst 2028 soll zunächst der nördliche Brückenzug zurück- und neu gebaut werden, bis Mitte 2031 anschließend die Südseite. Auch hierbei sind keine dauerhaften Vollsperrungen vorgesehen.