Braucht ein Hörnchen Hilfe, so ist Frau Gräfe sofort zur Stelle
Dresden - Wenn ein Eichhörnchen in Not ist, führt der Weg oft zu Jaqueline Gräfe (58). Seit elf Jahren engagiert sie sich im Eichhörnchen-Schutz. Vor zwei Jahren gründete sie schließlich den Verein "Hörnchenhausen Dresden e.V.". Rund 850 Tiere hat sie seither versorgt.
Mittlerweile landen die unterschiedlichsten Fälle bei ihr: Baumfäll-Opfer, Katzen- oder Krähen-Übergriffe, Verkehrsunfälle oder "Nachlaufhörnchen, die einem hinterherrennen. Das machen sie nur, wenn sie in großer Not sind", erklärt Gräfe.
Auch mit einem hartnäckigen Mythos räumt die Tierschützerin immer wieder auf: "Bei uns in Deutschland gibt es das Eurasische Eichhörnchen. Das hat viele Farben, auch schwarz."
Doch das wird oft mit dem Amerikanischen Grauhörnchen verwechselt, das es in Deutschland gar nicht gibt. Deshalb ist neben der aufwendigen Tier-Versorgung Aufklärung ein wichtiger Faktor der ehrenamtlichen Arbeit.
"Bei Veranstaltungen klären wir über die richtige Fütterung oder Gefahren im Garten auf."
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Nicht jede Rettung gelingt: "Können wir nicht mehr helfen, müssen wir sie [...] einschläfern"
Kommen die Tiere in Jaquelines Obhut, bleiben sie zunächst in einem großen Käfig in einem "Eichhörnchenraum". Erst in Quarantäne, dann in "Kindergarten-Gruppen", damit "sie sich nicht auf den Menschen fehlprägen.
Nur mit ausgewachsenen Tieren mache ich das nicht, Erwachsene sind Einzelgänger". Danach geht es weiter in sogenannte Auswilderungs-Volieren in Eichhörnchengebieten. Sind sie fit, können sie entlassen werden.
Doch nicht jede Rettung gelingt: "Können wir nicht mehr helfen, müssen wir sie auch mal einschläfern lassen." Notfall-Meldungen unter 0151/57 56 36 77.
Titelfoto: Fotomontage/Norbert Neumann
