Braucht ein Hörnchen Hilfe, so ist Frau Gräfe sofort zur Stelle

Dresden - Wenn ein Eichhörnchen in Not ist, führt der Weg oft zu Jaqueline Gräfe (58). Seit elf Jahren engagiert sie sich im Eichhörnchen-Schutz. Vor zwei Jahren gründete sie schließlich den Verein "Hörnchenhausen Dresden e.V.". Rund 850 Tiere hat sie seither versorgt.

Der Verein "Hörnchenhausen Dresden" von Jacqueline Gräfe (58) wird ausschließlich von Ehrenamtlichen getragen. Gerade deshalb fallen die enormen Tierarztrechnungen besonders ins Gewicht.  © Norbert Neumann

Mittlerweile landen die unterschiedlichsten Fälle bei ihr: Baumfäll-Opfer, Katzen- oder Krähen-Übergriffe, Verkehrsunfälle oder "Nachlaufhörnchen, die einem hinterherrennen. Das machen sie nur, wenn sie in großer Not sind", erklärt Gräfe.

Auch mit einem hartnäckigen Mythos räumt die Tierschützerin immer wieder auf: "Bei uns in Deutschland gibt es das Eurasische Eichhörnchen. Das hat viele Farben, auch schwarz."

Doch das wird oft mit dem Amerikanischen Grauhörnchen verwechselt, das es in Deutschland gar nicht gibt. Deshalb ist neben der aufwendigen Tier-Versorgung Aufklärung ein wichtiger Faktor der ehrenamtlichen Arbeit.

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"Bei Veranstaltungen klären wir über die richtige Fütterung oder Gefahren im Garten auf."

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Die nächste Veranstaltung mit dem Verein findet am 2. August beim "Tag der Natur" an der KRABAT-Mühle statt. Dabei auch Thema: Hasel-, Walnuss oder Sonnenblumenkerne sind für Eichhörnchen gut, Erdnüsse hingegen der Super-GAU.  © Norbert Neumann

Nicht jede Rettung gelingt: "Können wir nicht mehr helfen, müssen wir sie [...] einschläfern"

Das heimische (Eurasische) Eichhörnchen kann nicht nur rot, sondern auch schwarz sein. So fiel die kleine "Blackberry" der enormen Hitze zum Opfer, weil es im Kobel (Eichhörnchennest) zu heiß für sie wurde.  © Norbert Neumann

Kommen die Tiere in Jaquelines Obhut, bleiben sie zunächst in einem großen Käfig in einem "Eichhörnchenraum". Erst in Quarantäne, dann in "Kindergarten-Gruppen", damit "sie sich nicht auf den Menschen fehlprägen.

Nur mit ausgewachsenen Tieren mache ich das nicht, Erwachsene sind Einzelgänger". Danach geht es weiter in sogenannte Auswilderungs-Volieren in Eichhörnchengebieten. Sind sie fit, können sie entlassen werden.

Doch nicht jede Rettung gelingt: "Können wir nicht mehr helfen, müssen wir sie auch mal einschläfern lassen." Notfall-Meldungen unter 0151/57 56 36 77.

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