Coronavirus in Dresden: Impfaufruf per Post an alle Ü60-Jährigen

Die Corona-Krise in Dresden: Die Stadt selbst meldete seit Beginn der Pandemie 87.980 Corona-Fälle, aktuell liegt die Zahl der aktiven Fälle bei 4151 (Schätzwert). Die 7-Tage-Inzidenz des RKI liegt bei 290,7 (Vortag: 346,3; Stand: 18. Januar, 12 Uhr).

Corona hat Dresden weiter fest im Griff.
Corona hat Dresden weiter fest im Griff.  © dpa/Sebastian Kahnert

Im Kampf gegen die Pandemie bleiben in Sachsen weite Teile des öffentlichen Lebens eingeschränkt. Die derzeitige Corona-Notfallverordnung gilt bis zum 6. Februar 2022.

Für Kultur- und Freizeiteinrichtungen wie Museen oder Kinos, sowie für Gaststätten gilt neuerdings die 2G-plus-Regel. Dort haben also nur Genesene und Geimpfte Zutritt, die zusätzliche einen tagesaktuellen Corona-Test vorlegen müssen.

An zahlreichen Orten des Freistaats machen weiterhin die vom DRK koordinierten mobilen Impfteams Halt. Eine Impfung ist ohne Termin möglich. Nicht ohne Termin geht es hingegen bei den festen Impfstellen. Die Terminvergabe erfolgt über das Buchungssystem im Internet.

Corona-Regeln im Überblick: Sachsen veröffentlicht Stufenplan
Dresden Corona Corona-Regeln im Überblick: Sachsen veröffentlicht Stufenplan

Wir halten Euch hier im Ticker zur aktuellen Lage in Dresden und Sachsen auf dem Laufenden.

+++ Ältere Corona-Updates aus Dresden und Sachsen findet Ihr im TAG24-Coronavirus-Newsarchiv +++

Alle weiteren Infos aus Deutschland und der Welt gibt's in unserem Corona-Liveticker.

Update, 18. Januar, 17.13 Uhr: Sachsen veröffentlicht Stufenplan - Orientierung für Corona-Regeln

Das Gesundheitsministerium hat einen Stufenplan zu Corona-Regeln abhängig vom Infektionsgeschehen veröffentlicht.

Mehr Informationen dazu findet Ihr hier: Corona-Regeln im Überblick: Sachsen veröffentlicht Stufenplan.

Das Gesundheitsministerium hat einen Stufenplan zu Corona-Regeln abhängig vom Infektionsgeschehen veröffentlicht.
Das Gesundheitsministerium hat einen Stufenplan zu Corona-Regeln abhängig vom Infektionsgeschehen veröffentlicht.  © Bildmontage: Screenshot & Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 18. Januar, 16.45 Uhr: Knapp zwei Drittel der Beschäftigten in Heimen geimpft oder genesen

65 Prozent der Beschäftigen in den sächsischen Alten- und Pflegeheimen sind gegen das Coronavirus geimpft oder von einer Infektion genesen.

Mehr Informationen findet Ihr hier: Sachsen: Knapp zwei Drittel der Beschäftigten in Heimen geimpft oder genesen.

In sächsischen Heimen sind nicht alle Beschäftigten geimpft.
In sächsischen Heimen sind nicht alle Beschäftigten geimpft.  © Bernd Weissbrod/dpa

Update, 18. Januar, 15.08 Uhr: Impfaufruf an alle Über-60-Jährigen - Kabinett schafft Voraussetzung

Sachsen will per Post Aufrufe zur Corona-Schutzimpfung an die Über-60-Jährigen schicken.

Das Kabinett habe in seiner Sitzung beschlossen, die Meldeordnung entsprechend zu ändern, sagte Regierungssprecher Ralph Schreiber am Dienstag.

Damit seien die rechtlichen und technischen Voraussetzungen geschaffen, um die über 60 Jahre alten Personen anschreiben zu können.

Sachsen will per Post Aufrufe zur Corona-Schutzimpfung an die Über-60-Jährigen schicken.
Sachsen will per Post Aufrufe zur Corona-Schutzimpfung an die Über-60-Jährigen schicken.  © Sven Hoppe/dpa

Update, 18. Januar, 13.24 Uhr: Impfen wieder ohne Termin möglich

Impfen ist in Sachsen jetzt wieder ohne Termin möglich. Die freudige Nachricht hat aber einen ernsten Hintergrund.

Wer älter als 12 Jahre ist, kann ab sofort, ohne vorher einen Termin vereinbart zu haben, die Impfzentren und -stellen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) aufsuchen und sich die Corona-Schutzimpfung geben lassen. Das teilte das DRK am heutigen Dienstagmittag mit. Mehr dazu lest Ihr bei TAG24: "Ab sofort: Impfen in Sachsen ist wieder ohne Termin möglich".

Der DRK-Sprecher Dr. Kai Kranich (39) erklärt, warum es keine Termine in den Impfstellen mehr braucht.
Der DRK-Sprecher Dr. Kai Kranich (39) erklärt, warum es keine Termine in den Impfstellen mehr braucht.  © Norbert Neumann

Update, 18. Januar, 12.48 Uhr: Aktuelle Fallzahlen für Dresden

Die Dresden-Inzidenz ist gesunken: Am Dienstag lag der Wert laut RKI bei 290,7 (Vortag: 346,3). Die Zahl der Infizierten stieg auf insgesamt 87.980.

Das RKI meldete außerdem 788 Neuinfektionen und eine weitere Krankenhauseinweisung (insgesamt: 4271). Acht Personen sind ist im Zuge ihrer Infektion mit dem Coronavirus gestorben (insgesamt: 1540). Genesen sind insgesamt 82.289 Menschen.

Update, 18. Januar, 12.44 Uhr: Nach Gewalt bei Corona-Demo in Berlin: Bewährungsstrafe für Sachsen

Nach Angriffen auf Polizisten bei einer Demonstration in Berlin gegen Corona-Maßnahmen ist ein Angeklagter zu einem Jahr und acht Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden.

Das Amtsgericht Berlin-Tiergarten sprach den 50-jährigen am Dienstag des besonders schweren Landfriedensbruchs sowie der versuchten gefährlichen Körperverletzung und des tätlichen Angriff auf Vollstreckungsbeamte schuldig. Der Mann aus Sachsen habe sich am 18. November 2020 in einer aufgeheizten Stimmung dazu hinreißen lassen, Flaschen aufzunehmen und zu werfen, begründete der Richter. "Von dem Handeln ging hohe Gefährlichkeit aus."

Rund 9000 Menschen hatten sich damals in Berlin zu Protesten gegen die Corona-Politik versammelt, während der Bundestag über die staatlichen Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung in der Corona-Pandemie beriet. Die Polizei hatte den Bereich damals weiträumig abgesperrt, erstmals seit Jahren wurden Wasserwerfer eingesetzt. Rund 2500 Beamte waren nach Behördenangaben im Einsatz, knapp 80 von ihnen wurden verletzt.

Der Angeklagte hatte erklärt, er habe nur eine leere Plastikflasche "aufgehoben und zurückgeworfen". Er und seine Frau seien aus Sachsen nach Berlin gereist, um sich mit anderen Menschen, die wie sie als Selbstständige damals ohne Einnahmen waren, auszutauschen. Die Verteidigerin sagte, ihr Mandant sei kein Corona-Leugner. Die Staatsanwältin hatte auf ein Jahr und vier Monate Haft auf Bewährung plädiert. Die Verteidigerin forderte Freispruch. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Update, 18. Januar, 8.40 Uhr: Corona-Inzidenz in Sachsen gesunken

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Sachsen ist gesunken. Am Dienstag lag der Wert laut RKI bei 232,0 (Vortag: 248,5). Damit ist der einstige Corona-Hotspot Sachsen weiterhin das Bundesland mit der zweitniedrigsten Inzidenz nach Thüringen (197,9). Bundesweit lag der Wert am Dienstag bei 553,2.

Innerhalb des Freistaats wurden die höchsten Infektionsraten in den Städten Leipzig (372,7) und Dresden (290,7) registriert. Den geringsten Wert wies das RKI für den Erzgebirgskreis (136,2) aus.

Nach RKI-Angaben wurden im Freistaat bis zum frühen Dienstagmorgen weitere 713 Corona-Infektionen und 22 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Corona registriert. Demnach haben sich seit Beginn der Pandemie 680.797 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, 13.795 sind seit März 2020 im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben.

Update, 18. Januar, 6.02 Uhr: Inzidenz in Dresden bei 290,7

In Dresden ist die 7-Tage-Inzidenz des RKI bis zum Dienstagmorgen auf 290,7 gesunken (Vortag: 346,3 Stand: 6 Uhr).

Update, 17. Januar, 22.40 Uhr: Zahlreiche Demonstrationen gegen Corona-Politik - Gegenprotest

Gegen die Corona-Maßnahmen sind am Montagabend in Sachsen wieder viele Menschen auf die Straßen gegangen - es wurde aber auch Gegenprotest laut.

In Dresden gab es laut der Polizei fünf angemeldete Versammlungen im Stadtzentrum, sie seien störungsfrei verlaufen. In Radebeul (Landkreis Meißen) seien mehr als 1000 Kritiker der Corona-Maßnahmen zu einer Protestaktion zusammengekommen. Polizeibeamte hätten sie aufgefordert, sich zu vereinzeln. Die Personen seien schließlich in unterschiedliche Richtungen davongegangen.

Eine 30 Jahre alte Teilnehmerin sei beim Passieren einer Kreuzung verletzt worden. Ersten Ermittlungen zufolge sei ihr ein Autofahrer über die Füße gefahren.

In Bautzen liefen am Montagabend laut der Polizeidirektion Görlitz zeitweise bis zu 1200 Menschen in einem zweistündigen Aufzug durch die Innenstadt und demonstrierten gegen die Corona-Politik. Die Beamten seien nicht eingeschritten, weil nach Einschätzung des Einsatzleiters die Abstände zwischen den Personen eingehalten worden seien.

Aus dem Aufzug heraus sei mehrfach Pyrotechnik gezündet worden. Es werde ein Straftatverdacht geprüft. Derzeit sind laut sächsischer Corona-Notfallverordnung Versammlungen mit 1000 Teilnehmern erlaubt.

Update, 17. Januar, 18.44 Uhr: Dresdner SPD-Chef fordert "Bändchen-Lösung" für Einkauf

Der Dresdner SPD-Chef Albrecht Pallas fordert auch für die Landeshauptstadt eine "Bändchen-Lösung" für Einkäufe unter 2G-Bedingungen (geimpft oder genesen).

Im Unterschied zu Leipzig sei das in Dresden bisher nicht möglich, erklärte Pallas am Montag und sprach von einem "Unding".

"Dresden und Leipzig befinden sich bei der Frage nach der attraktivsten Einkaufsstadt im direkten Wettbewerb. Eine frühzeitige und kreative Lösung für den Dresdner Einzelhandel hätte daher höchste Priorität seitens der Stadtspitze haben müssen."

In Leipzig entfällt das Vorzeigen eines Impf- oder Genesenen- Nachweises sowie des Personalausweises an jeder Ladentür.

Die entsprechenden Daten müssen nur einmalig an Kontrollpunkten vorgelegt werden. Statt eines Bändchens am Handgelenk bekommt man in der Messestadt einen Stempel, der zum Einkaufen in allen Geschäften der Innenstadt sowie des Hauptbahnhofes berechtigt.

Eine "Bändchen-Lösung" fürs Einkaufen wie hier in Frankfurt wurde in Dresden bisher nicht umgesetzt.
Eine "Bändchen-Lösung" fürs Einkaufen wie hier in Frankfurt wurde in Dresden bisher nicht umgesetzt.  © Arne Dedert/dpa

Update, 17. Januar, 14.30 Uhr: Staatsanwalt will beschleunigtes Verfahren gegen Corona-Demonstrant

Die Staatsanwaltschaft Dresden will gegen einen 34 Jahre alten Corona-Demonstranten im beschleunigten Verfahren verhandeln.

Dem Mann werde unter anderem ein tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte, gefährliche Körperverletzung und versuchte Nötigung zur Last gelegt, teilte die Ermittlungsbehörde am Montag in Dresden mit. Ihm wird vorgeworfen, am 3. Januar in Pirna bei einer nicht angemeldeten Demonstration gegen Corona-Maßnahmen einer Polizistin einen Kinderwagen mindestens fünf Mal in den Unterleib gerammt zu haben.

Der Mann war mit seinem Kind auf der Demo erschienen. Die Beamtin habe erhebliche Schmerzen erlitten, hieß es.

Bei einer weiteren illegalen Demonstration am 10. Januar soll der 34- Jährige zudem seinen zehn Monate alten Sohn auf dem Arm getragen haben, um auf diese Weise eine Polizeikette passieren zu können. Der Mann sei nicht vorbestraft und habe teilweise gestanden, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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