Coronavirus in Dresden: Sächsische FDP mahnt verständliche Verordnungen an

Die Corona-Krise in Dresden: Die Stadt selbst meldete seit Beginn der Pandemie 86.554 Corona-Fälle, aktuell liegt die Zahl der aktiven Fälle bei 3.984 (Schätzwert). Die 7-Tage-Inzidenz des RKI liegt bei 346,3 (Vortag: 308,1; Stand: 17. Januar, 7 Uhr).

Corona hat Dresden weiter fest im Griff.
Corona hat Dresden weiter fest im Griff.  © dpa/Sebastian Kahnert

Im Kampf gegen die Pandemie bleiben in Sachsen weite Teile des öffentlichen Lebens eingeschränkt. Die derzeitige Corona-Notfallverordnung gilt bis zum 6. Februar 2022.

Für Kultur- und Freizeiteinrichtungen wie Museen oder Kinos, sowie für Gaststätten gilt neuerdings die 2G-plus-Regel. Dort haben also nur Genesene und Geimpfte Zutritt, die zusätzliche einen tagesaktuellen Corona-Test vorlegen müssen.

An zahlreichen Orten des Freistaats machen weiterhin die vom DRK koordinierten mobilen Impfteams Halt. Eine Impfung ist ohne Termin möglich. Nicht ohne Termin geht es hingegen bei den festen Impfstellen. Die Terminvergabe erfolgt über das Buchungssystem im Internet.

Dresden: Moderatorin Andrea Ballschuh sagt dem Zucker Lebewohl!
Dresden Lokal Moderatorin Andrea Ballschuh sagt dem Zucker Lebewohl!

Wir halten Euch hier im Ticker zur aktuellen Lage in Dresden und Sachsen auf dem Laufenden.

+++ Ältere Corona-Updates aus Dresden und Sachsen findet Ihr im TAG24-Coronavirus-Newsarchiv +++

Alle weiteren Infos aus Deutschland und der Welt gibt's in unserem Corona-Liveticker.

Update, 17. Januar, 10.16 Uhr: Sächsische FDP mahnt verständliche Corona-Verordnungen an

Die FDP hält die aktuelle sächsische Corona-Verordnung für unverständlich und "nicht mehr lesbar". Die Liberalen befürchten, dass damit die Einhaltung der Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung erheblich erschwert wird.

"Für und Wider der Corona-Schutzmaßnahmen beschäftigen die Menschen in Sachsen nunmehr seit mehreren Jahren teilweise sehr emotional. Gerade deshalb müssten die Verordnungen eigentlich bürgernah, verständlich und einfach umsetzbar geschrieben werden", erklärte die FDP-Landesvorsitzende, Anita Maaß (45), am Montag in Dresden. Das Gegenteil sei aber der Fall.

"Das Sozialministerium muss hier unbedingt nachbessern und einen Text veröffentlichen, der auch für Menschen verständlich ist, die keinen Abschluss in Jura oder Verwaltungsrecht haben", betonte Maaß. Es sei schwer für "gesetzestreue und aufmerksame Bürger, die für sie wichtigen Regeln aus dem Verordnungstext zu erfassen".

Zudem kritisierte die FDP, dass auch nach zwei Jahren Pandemie die Verordnungen noch immer erst kurz vor dem Geltungsdatum veröffentlicht würden. Die Bürger brauchten Planungssicherheit und die Möglichkeit, sich auf neue Regeln vorzubereiten.

Die Landesvorsitzende der FDP Sachsen, Anita Maaß (45).
Die Landesvorsitzende der FDP Sachsen, Anita Maaß (45).  © Daniel Schäfer/dpa

Update, 17. Januar, 8.55 Uhr: Corona-Inzidenz in Sachsen steigt - bundesweit zweitniedrigster Wert

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Sachsen ist erneut gestiegen. Am Montag lag die Zahl der wöchentlichen Corona-Neuinfektionen des RKI bei 248,5 (Vortag: 231,9). Damit ist der einstige Corona-Hotspot Sachsen weiterhin das Bundesland mit der zweitniedrigsten Inzidenz nach Thüringen (197,9). Bundesweit lag der Wert am Montag bei 528,2.

Innerhalb des Freistaats wurden die höchsten Infektionsraten in den Städten Leipzig (376,2) und Dresden (346,3) registriert. Den geringsten Wert wies das RKI für den Vogtlandkreis (112,1) aus.

Nach RKI-Angaben wurden im Freistaat bis Mitternacht weitere 1048 Corona-Infektionen und drei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Corona registriert. Demnach haben sich seit Beginn der Pandemie 680.084 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, 13.773 sind seit März 2020 im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben.

Update, 17. Januar, 8.54 Uhr: Was bringt die Bändchen-Lösung für den Einzelhandel?

Die sogenannte Bändchen-Lösung verspricht das Einkaufen unter 2G-Bedingungen ohne ständiges Herauskramen und aufwendiges Überprüfen des Nachweises.

Was die sächsischen Großstädte Dresden, Chemnitz und Leipzig vom Shopping mit Armband halten, erfahrt Ihr im Artikel: Einkaufsbummel mit Bändchen: Top oder Flop?

In Sachsen-Anhalt wird die Bändchen-Lösung bereits praktiziert.
In Sachsen-Anhalt wird die Bändchen-Lösung bereits praktiziert.  © dpa/Klaus-Dietmar Gabbert

Update, 17. Januar, 8.32 Uhr: Warum sich zwei Pflegekräfte nicht impfen lassen wollen

Sachsenweit sind von den etwa 250.000 Pflegekräften nur 65 Prozent geimpft.

Allen anderen droht damit das Aus in ihrem Beruf. TAG24 hat mit zwei von ihnen gesprochen. Ihre Aussagen lest Ihr im Bericht: "Zwei Pflegekräfte und ihre Angst vor dem Piks: "Darum lassen wir uns nicht impfen" nach.

Nur geimpfte Pflegekräfte könnten im Fall einer Impflicht noch ihrer Beschäftigung nachgehen.
Nur geimpfte Pflegekräfte könnten im Fall einer Impflicht noch ihrer Beschäftigung nachgehen.  © dpa/Frank Hammerschmidt

Update, 17. Januar, 7.04 Uhr: Inzidenz bei 346,3

In Dresden ist die 7-Tage-Inzidenz des RKI bis zum Montagmorgen auf 346,3 gestiegen (Vortag: 308,1; Stand: 7 Uhr).

Update, 17. Januar, 6.11 Uhr: Bautzener Oberbürgermeister hofft auf ruhigere Demonstrationen

Seit Wochen demonstrieren Gegner der Corona-Maßnahmen montags in Bautzen - Oberbürgermeister Alexander Ahrens (55, SPD) hofft durch die geänderten Regeln zur Obergrenze bei Teilnehmern auf mehr Ruhe am Montagabend.

"Ich hoffe sehr, dass die neuen Regeln Auswirkungen haben werden. Die Polizei wird zwar vor Ort sein, aber sie wird hoffentlich keinen Grund mehr haben, den Protest einzuschränken", sagte Ahrens der Deutschen Presse-Agentur. Die Schwelle für ein Eingreifen der Beamten sei nun deutlich höher.

Bislang waren Demonstrationen laut der gültigen Corona-Verordnung auf zehn Teilnehmer beschränkt, seit Freitag sind 200 erlaubt. Wird die Überlastungsgrenze bei der Krankenhaus-Belegung mit Covid-Patienten unterschritten und liegt die Corona-Inzidenz unter 1500, dürfen 1000 Menschen protestieren und auch durch die Straßen ziehen.

Er vertrete hier schon lange die Linie der Polizeigewerkschaft, sagte Ahrens. Es sei keine gute Idee, die Versammlungsfreiheit so scharf einzuschränken. Bis zu einem gewissen Grad habe er Verständnis für den Protest der Menschen. Kein Verständnis habe er jedoch dafür, dass immer häufiger Rechtsextreme unter den Demonstranten seien und sich die Anmelder des Protests davon nicht distanzierten.

Alexander Ahrens (55, SPD), Oberbürgermeister von Bautzen. In der Stadt waren in den vergangenen Wochen immer wieder Demonstrationen eskaliert.
Alexander Ahrens (55, SPD), Oberbürgermeister von Bautzen. In der Stadt waren in den vergangenen Wochen immer wieder Demonstrationen eskaliert.  © Robert Michael/dpa

Update, 17. Januar, 6 Uhr: Fitnessstudios hoffen auf späten Neujahrs-Boom

Unter strengen Auflagen dürfen sächsische Fitnessstudios wieder öffnen und hoffen, dass von den guten Vorsätzen der Kunden noch einiges übrig ist. Mehr dazu lest Ihr im Artikel: Wegen neuer Corona-Regeln: Sachsens Fitnessstudios hoffen auf späten Neujahrs-Boom.

Update, 16. Januar, 10 Uhr: Inzidenz für Sachsen steigt weiter leicht an

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen in Sachsen nimmt zu. Laut der aktuellen Übersicht des Robert Koch-Instituts (RKI) lag der Wert am Sonntag bei 231,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche - nach 228,7 am Vortag.

Der Freistaat hat damit weiterhin die bundesweit zweitniedrigste Inzidenz nach Thüringen (201,7).

Nach RKI-Angaben wurden im Freistaat bis Mitternacht weitere 1320 Corona-Infektionen und 24 neue Todesfälle registriert.

Demnach haben sich seit Beginn der Pandemie 679.036 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, 13.770 sind seit März 2020 im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben.

Die höchste Wocheninzidenz hat die Stadt Leipzig mit 341,6, die niedrigste der Vogtlandkreis mit 124,2.

Seit Freitag gelten Lockerungen in Sachsen, somit auch in der Landeshauptstadt Dresden. Die Inzidenz in Sachsen ist leicht angestiegen.
Seit Freitag gelten Lockerungen in Sachsen, somit auch in der Landeshauptstadt Dresden. Die Inzidenz in Sachsen ist leicht angestiegen.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 16. Januar, 7.45 Uhr: Tourismus soll endlich wieder raus aus dem Krisenmodus

Erst Lockdown, dann Reiseverbot. Sachsens Tourismusindustrie steckt in der Krise. Im März wollte Sachsen eigentlich als Partnerland der Internationalen Tourismusbörse Berlin (ITB) werben.

Doch die weltgrößte touristische Leitmesse wurde bereits zum dritten Mal abgesagt. Jetzt sollen Ikonen wie Bach, Wagner oder das Leipziger Gewandhausorchester Touristen anlocken.

Mehr Infos lest Ihr im Artikel: "Tourismus soll endlich wieder raus aus dem Krisenmodus: So buhlt Sachsen um Besucher".

Update, 15. Januar, 19.47 Uhr: Nach Corona-Zwangspause Ski und Rodel bestens am Fichtelberg

Blauer Himmel, Schnee, Sonne: Sachsens größtes Skigebiet bot zum Saisonauftakt nach langer Corona-Zwangspause beste Bedingungen für Rodel, Ski und Langlauf.

Der erwartete Ansturm von Wintersportlern blieb aus, die meisten Gäste seien Einheimische, sagte Constantin Gläß, von der Liftgesellschaft Oberwiesenthal am Samstag. Die hatten, bis auf kurze Wartezeiten, weitgehend freie Fahrt und Blick auf eine mit Reif bezuckerte Winterlandschaft. "Überrannt werden wir aber nicht gerade."

Die Lifte waren nicht ausgelastet. Viele Menschen fahren nach wie vor lieber über die Grenze nach Tschechien, berichtete Gläß. "Dort sind die Regeln lockerer." Die Parkplätze am Fuße des rund 1215 Meter hohen Fichtelbergs waren dennoch mit Autos gut gefüllt.

Gefrorener Raureif an Zweigen auf dem Fichtelberg. Die Skigebiete öffneten am Samstag nach der Corona-bedingten Pause unter Hygieneauflagen.
Gefrorener Raureif an Zweigen auf dem Fichtelberg. Die Skigebiete öffneten am Samstag nach der Corona-bedingten Pause unter Hygieneauflagen.  © Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 15. Januar, 16.21 Uhr: Pflege-Träger befürchten Personalverlust wegen Impfpflicht

Träger von Pflegeeinrichtungen in Sachsen warnen im Zusammenhang mit der berufsbezogenen Impfpflicht vor einem bedrohlichen Personalverlust. Es sei zu befürchten, dass dann ein Teil der Mitarbeiter nicht mehr zur Verfügung steht, sagte der Geschäftsführer der Seniorenheime Freiberg gemeinnützige GmbH, Steffen Köcher, am Samstag.

In deren drei städtischen Heimen und dem ambulanten Bereich seien etwa 30 Prozent der Belegschaft ungeimpft, sagte Oberbürgermeister Sven Krüger (parteilos) der "Welt am Sonntag". Mit nur 70 Prozent des bisherigen Personals werde es nicht möglich sein, voll belegte Heime zu versorgen.

"Das Problem besteht nahezu im gesamten Freistaat", sagte Köcher. Seit Wochen machten daher auch andere Pflegeanbieter Behörden und Politik darauf aufmerksam, dass die Versorgung pflegebedürftiger Menschen in Heimen, aber auch die ambulante Betreuung gefährdet werde. "Wir brauchen eine Lösung und müssen darauf vorbereitet sein, wenn 20 Prozent des Personals ausfallen."

Titelfoto: Daniel Schäfer/dpa

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