Dresden - Am Mittwochnachmittag musste die Bundespolizei im Dresdner Hauptbahnhof einen aggressiven Mann stoppen, der mit einer Schreckschusswaffe, einem Messer und illegaler Pyrotechnik unterwegs war. Einige Stunden später kam es zu einem weiteren Einsatz.
Gegen 15.10 Uhr wurden Beamte der Bundespolizei auf eine gewaltsame Auseinandersetzung im Hauptbahnhof aufmerksam.
Ein 29-jähriger Deutscher war mit einem 28-jährigen Sicherheitsmitarbeiter einer Einkaufsfiliale in Streit geraten.
Laut Polizei verhielt sich der Mann äußerst aggressiv, sowohl verbal als auch körperlich. Dabei beleidigte er die anwesenden Sicherheitsmitarbeiter "rassistisch und ehrverletzend".
Da sich der Mann nicht beruhigen ließ, brachten ihn die Beamten schließlich zur Dienststelle. Bei der anschließenden Kontrolle machten sie eine brisante Entdeckung.
In seinem Rucksack befanden sich ein griffbereites Einhandmesser sowie eine Schreckschusspistole mit geladenem Magazin. Außerdem führte der Mann 40 illegale Böller der Kategorie F4 mit sich. Da er über keinen erforderlichen Waffenschein verfügte, stellten die Beamten sämtliche Gegenstände sicher.
Gegen den 29-Jährigen wird nun wegen Körperverletzung, Bedrohung, Beleidigung sowie Verstößen gegen das Waffen- und Sprengstoffgesetz ermittelt.
Am späten Abend musste die Bundespolizei erneut eingreifen
Gegen 22.35 Uhr kontrollierten Bundespolizisten einen 42-jährigen Italiener, der zuvor auffällig Gegenstände in seiner Geldbörse versteckt hatte. Als die Beamten ihn ansprachen, reagierte der Mann sofort aggressiv.
Er beleidigte sie mehrfach und unterschritt wiederholt den vorgeschriebenen Sicherheitsabstand.
Zudem nahmen die Beamten starken Marihuanageruch wahr. Als der Mann daraufhin zur Dienststelle gebracht werden sollte, wehrte er sich massiv gegen die Maßnahme.
Bei der anschließenden Kontrolle fanden die Einsatzkräfte schließlich ein Tütchen mit Marihuana.
Der 42-Jährige muss sich nun wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte sowie wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz verantworten.