Dresden - Was für ein Wahnsinn! Mitten durch den Szene-Kiez bretterte Ghaith M. (20) vor der Polizei davon, rammte dabei elf Fahrzeuge, bevor er schließlich selbst verunglückte. Später stellte sich heraus, dass das Auto in Berlin gestohlen war. Geschätzte 130.000 Euro bleiben als Schaden zurück.
In der Bautzner Straße sah eine Polizeistreife nachts einen Range Rover Velar vor sich und bemerkte, dass dieser zu schnell unterwegs war. Genau in diesem Augenblick ging auch der Blitzer auf Höhe der Pulsnitzer Straße los.
Die Streife wollte den Wagen anhalten, doch der Fahrer gab Gas, schoss nach links in die Prießnitzstraße. In den engen Straßen der Neustadt ging es viel zu schnell über Kamenzer und Sebnitzer Straße, zurück auf die Prießnitzstraße, dann auf den Bischofsweg und wieder in die Kamenzer und Sebnitzer Straße.
In der Hohnsteiner Straße verlor der wohnungslose Libyer Ghaith M. die Kontrolle über den Geländewagen, schrammte sieben Autos, krachte in einen Volkswagen T4, kippte auf die Seite und beschädigte dabei noch mal drei Autos und eine Sandsteinsäule.
Irre: Während der halsbrecherischen Flucht sprangen noch drei Personen aus dem Wagen und rannten davon. Nach ihnen fandet die Polizei jetzt.
Ghaith M. jedoch wurde noch vor Ort festgenommen. Er stand unter Alkohol- und Cannabis-Einfluss, kam schwer verletzt ins Krankenhaus.
Schnell stellte sich heraus, dass der sechs Jahre alte Land Rover in den Abendstunden im Berliner Stadtteil Wedding an der Kreuzung Turiner/Schul-/Ruheplatzstraße gestohlen worden war.
An ihm blieb ein Totalschaden von geschätzten 40.000 Euro zurück.
Neben der Ermittlung wegen verbotenen Kraftfahrzeugrennens und Gefährdung des Straßenverkehrs wird nun auch geprüft, wie der Mann zu dem Wagen kam.
Erstmeldung vom 20. Mai, 8.29 Uhr, zuletzt aktualisiert: 18.05 Uhr